Montag, 31. August 2009

Projekt Pommes: Krankenbesuch

Am Samstag kam Ralf/Golle zu Besuch. Der ist in der glücklichen Lage, seinen Typ 3 Stufenheck gerade fertig gestellt zu habe. Ralf und sein kleiner Schwarzer wollten mal gucken, was so los ist in der Garage in Overberge...
Aber erst mal war Fahrzeugbesichtigung vom Schwatten angesagt. Der glänzt wie nur was! Der schiere Wahnsinn. Außerdem ist der Wagen wirklich super, mit viel Überlegung und in langwieriger Arbeit entstanden. Wer mehr darüber lesen will, der kann das hier tun.
Der Spaß war groß. Ralf hat uns Mut zugesprochen. Ist auch irgendwie nötig manchmal...
Zu dritt haben wir Pommes mal tiefergelegt. Kurz drauf kam er dann auf ein Behelfsfahrgestell. Nu kann man ihn wieder rangieren so mit Rädern dran...
Derzeit geht es hinten weiter. Mit der Anhängerkupplung wird das wohl nichts, denn die ist brutalst von einem Vorbesitzer umgeschweißt worden. Und Schweißungen an einem Teil, wo mal so richtig viel dynamische Belastung draufkommt – das ist uns zu heikel. Also kein Agrarhaken.
Erinnert ihr Euch? Hier war ein Loch. Nun isset dicht. Wird noch verschliffen. Fühlt sich aber auch so schon gut an. Bis zu den hinteren Radkästen ist der Vari nun fertig geschweißt. Jetzt ist es nicht mehr viel. Land in Sicht! Und Hauben, Kotflügel und Türen sind schon beim Tauchbad-Entlacken. Es geht immer weiter!
Und wenn wir noch watt raustrennen müssen: Ich habe mich vorsichtshalber mal bei Norma mit dünnen Trennscheiben eingedeckt. Elf Pakete, 88 Stück. Das reicht erstmal – auch für kommende Projekte ;-))))

Dienstag, 25. August 2009

Projekt Pommes: Ganzkurzschnauzer

Damit der Z-Män nicht zu sehr gelangweilt wird, raffe ich mal die letzten Urlaubstage in einem Posting. Ab sofort darf er dann gern ganz abwechslungsreich schreiben ;-).

Okay, erst mal hatte es sich ausgetanzt. Der "Limbostangenrahmen" war nach nur acht Tagen überflüssig. Der HIlfsrahmen konnte raus. Welche Wohltat! Bei anderen Restaurierungsprojekten bleibt so ein Hilfsrahmen auf Monate im Auto. Hier war es ne Woche. Sind wir gut? Wir sind gut!
Und links wurde ein seeeehr großes Loch viel kleiner. Es ging voran.
Der Edding zeigt es an: Hier darf vorsichtig getrennt werden, damit die marode Reserveradwanne in die Tonne wandern könnte.
Und weg damit! Vorher schön die Haube eingestellt, damit auch hinterher alles wieder passt.
Das Ersatzteil schön entlackt und vorbereitet. Stammt aus einem Vari, den mal jemand versucht hat, von Lang- auf Kurzschnauzer umzustricken – gescheitert.
Angeheftet. Ready for Ausrichten. Tja, was soll ich sagen: Passte auf Anhieb.
Schön alles verschleifen. Sieht doch schon wieder manierlich aus, oder?
Aber Pommes wäre nicht Pommes, wenn sich nicht sofort die nächste Öffnung auftäte. Eigentlich wäre hier ein komplett neues Radhaus angezeigt. Ham wa aber nicht...
Nur Bleche aus einer 62er Limousine, die schon mal weiterhelfen. Der Rest ist Dengeln.
So, das war's erst mal. Am kommenden WE fahre ich wieder in den Pott, Türen und Hauben zum Entlacken bringen und dann mal sehen, wie weit man noch so kommt...

Ende. Vorerst. Ich hoffe, ihr wart nicht zu sehr gelangweilt. Kommentare erwünscht!

Montag, 24. August 2009

Projekt Pommes: Erfolg

Der Z-Män hat sich beschwert, dass hier immer nur Bilder übers Schweißen veröffentlicht werden. Okay. Also: Morgen gibt das hier keine Bilder, dafür nur jetzt noch eben einen Film. Es ist ein stolzer Moment. Der Moment, in dem alles gut wurde. Der Moment, an dem ich wirklich Hoffnung schöpfte, dass aus diesem Grotten-Vari wieder was würde. Ein Grund zum Feiern! Am 12. August haben Doc Schrott und ich die restliche Pulle Blauen leer gemacht. Nach getaner Arbeit. Schweller links drin!!!!!! Damit hatte dieser Vari links wie rechts Schweller MIT Zwischenblechen.



Und morgen dürfen hier dann gern auch mal wieder andere Räubers posten! ;-)

Projekt Pommes: Überziehen ohne überzuziehen

Warum kann ich eigentlich nicht schnell und schmutzig? Statt zwei Schweller überzuziehen, überziehe ich höchstens bei meiner Urlaubszeit. Besonders morgens, wenn ich noch allein in der Garage bin (der Doc taucht meistens erst so gegen Mittag auf), kommen mir solche Gedanken. Aber dann jault wieder die Flex, oder ich haue heftig mit Hammer und Meißel zu. Das macht den Kopf frei. Übrigens auch den Vari: Der sieht an der linken Stufe auch schon wieder viel freier aus. Trotz alledem muss man vorsichtig sein. Nicht irgendwas kaputt machen, was man noch braucht...
Am S-Blech war es einfacher. Das meiste fiel uns schon so entgegen.
Die Schrotttonne wird auch immer voller. Ich war mal ein Auto...
Die neue Stufe wird angepasst. Scheint alles zu stimmen.
Der Blick von außen zeigt, wie hoch wir das Seitenblech mindestens heraustrennen müssen. Da ist einfach nix mehr.
Stufe drin! Nach oben würden wir ein Blech dengeln, die Seitenwand liegt ja schon fertig rauspräpariert da, die äußeren Verstärkungen sind beim Sandstrahler.
Nächster Geniestreich: Wir reparieren ein Zwischenblech. Das vom Doc mitgebrachte Ersatzstück hatte ich aus dem kompletten linken Schweller eines 73er TLs herausgeholt (fragt nicht, wie scheiße so eine Arbeit ist!). Anschließend wurde das Blech nach unten und vorne mit selbst abgekanteten Blechen ersetzt. Nun nur noch die Schweißpunkte verschleifen und die Spuren der alten Schweißung des Schwellers beseitigen. And ready for welding!
Man glaubt nicht, wie zeitaufwändig dieser Krimskrams ist. Jedenfalls reichte es mal wieder bis spät in den Abend. Aber morgen würde endlich der Schweller reinkommen. Wen nichts mehr dazwischen kommt...

Sonntag, 23. August 2009

Projekt Pommes: Das Herz schlägt links!

Und links machen wir nun weiter. Der Schweller der linken Seite hatte sich ja genauso marode wie der rechte gezeigt. Allerdings war der Gammel hier bis ganz nach vorn vorgedrungen, bis dort, wo das S-Blech in die Spritzwand übergeht. Halleluja! Aus einem weiteren Schlachtmobil (mutmaßlich ein metallicblauer Langschnauzer-TL mit Schiebedach aus Castrop) fand sich noch ein schön lang ausgeschnittenes S-Blech, das mal wieder schön freipräpariert und blank gemacht werden durfte.
Ach wenn diese Ecke doch schon mal so aussehen würde...
Die Realität hingegen ist grausam. Dichtmasse, bis zu vier Bleche übereinander, Stabilität gleich Null. Im Ernst: Hätte ich den Vari wirklich nur mit zwei HS-Überzieh-Schwellern wieder "fit" gemacht – ich wäre nicht weit gekommen.
Das Blanke muss ins Schmutzige. Auch hier gilt: Das fette Blech muss erst noch rein. Entsprechend groß werden noch die Löcher auf der linken Seite werden.
Dieses schöne Ensemble muss rein: Seitenwand, Treppenblech, Innenschweller, Abschirmblech und Außenschweller.
Wobei der Außenschweller für Limousine gedacht ist. Also muss er vorn an der A-Säule auf außen liegende Scharniere umgearbeitet werden. Ganz toll! Und hinten stimmt die Wölbung vor den Radhaus nicht. Bei der Limo ist das da flacher als beim TL oder Vari. Das wird auch noch schön...
Ach und natürlich muss die Abstützung samt Dorn für die Rückbank am Innenschweller auch noch weg, weil es das nur beim TL gibt, nicht jedoch beim Vari.
Der Rest des Tages gehörte diversen Besorgungen. Die dünnen Trennscheiben wurden knapp. Außerdem musste noch so einiges zum Sandstrahlen gebracht werden.

Die nächsten zwei Tage würden zeigen, dass unsere Vermutung, das links alles einfacher würde, sich leider als falsch erwies. Der Teufel steckte im Detail. Und was Details angeht, da ist so ein Typ 3 ganz weit vorn...

Samstag, 22. August 2009

Projekt Pommes: Filmischer Nachschlag

Irgendwie klappt das mit dem Hochladen auf Blogger nicht, deshalb nun über YouTube:

Schweller rechts in Vorbereitung:

Schweller rechts fertig und Ausblick auf linke Seite:

Freitag, 21. August 2009

Projekt Pommes: Day Off

Nachdem der Schweller rechts in der Nacht von Donnerstag auf Freitag meiner ersten Urlaubswoche saß, konnte ich beruhigt nach Cuxhaven aufbrechen. Der Doc wollte den Patienten nicht allein lassen. Trotz mehrfacher Aufforderung wollte er nicht mit zur Küste. Das Loch, das wir auf der rechten Seite gerissen hatten, lag ihm schwer im Magen. Und so machte er weiter. Hier sehen wir die "seltsame" Ecke oben auf dem Radkasten. Ergänzt mit einem Innenkotflügelteil einer Langschnauzer-Limousine, die mal als Eigenbau-Cabrio auf der Techno Classica gestanden hat.
Die runde Aufnahme der Rückbank ist ebenfalls von einem Tauschteil. War ja alles weg da. Die äußerste Ecke unten links ist von Hand nachgedengelt. Ansonsten ist alles original VW. Man glaubt es kaum...
Sieht doch schon wieder ganz manierlich aus. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich, als ich am Sonntag nach einem grandiosen Treffen wieder in Bergkamen mit dem TL einlief, es kaum glauben konnte. Gut. Es ist nicht alles auf Stoß gesetzt. Da muss man auch mal auf "Ankommen" spielen. Aber diese Arbeit kann sich echt sehen lassen!
Es konnte mit neuer Hoffnung weitergehen. Die linke Seite wartete ja noch. Und nur noch eine Woche Urlaub...

Donnerstag, 20. August 2009

Projekt Pommes: Fünf Minuten schwitzen

Heute fangen wir mal mit dem Happy End des Tages an. Der rechte Schweller sitzt!!!!
Der Weg dahin war lang und entbehrungsreich. Highlight war echt, als wir glaubten, dass er nicht passt. Hinten am Treppenblech alles ok, an der B-Säule dann gut fünf Millimeter Überstand nach vorn, an der A-Säule dann schon ein guter Zentimeter. Erste Vermutung: Der Türausschnitt ist irgendwie anders. Blödsinn! Dann müsste es ja auch verschieden lange Türen geben. Also Maß am Türausschnitt und am Rep-Blech genommen: 1a!
Uns stand der Schweiß auf der Stirn. Wo ist der Fehler? War alles umsonst? Dann die Idee: Wir schneiden einen kleinen Keil in die Schraubkante am Treppenblech. Genau in der Ecke. Dann könnte man den Schweller nach vorn und hinten um diesen "Drehpunkt" schieben. Gesagt, gesägt. Und tatsächlich: So wurde es möglich, den Schweller reinzukriegen. Über die Detailprobleme wegen des immer noch untergeschobenen Bodens (inzwischen gelöst, Hilfsrahmen nach hinten verlängert, Häuschen auf Böcke gestellt) mag ich nicht reden. War scheiße. Aber der Boden sollte uns nach dem Heften des Schwellers zeigen, ob an der Schraubkante noch alles übereinander sitzt.
Sieht die S-Blech-Ecke nicht toll aus? Alles wie neu.
Auch von unten. Hach watt schön. Es geht voran!
Oder doch nicht? Radhaus vorn links. Was da schon rausgeschnitten ist aber noch an Tankauflage und Verstärkung hängt, muss komplett raus. Die nächste Großbaustelle kündigt sich an.

Mittwoch, 19. August 2009

Projekt Pommes: Limbo!!!!!

Heute tun wir was für das Unterhaltungsprogramm und gönnen Pommes mehrere Limbo-Stangen zum drunter her tanzen. Tanzlehrer in Aktion:
Die Stoßstangenaufnahme hinten rechts hatte gar nicht so schlecht ausgesehen, dann schnitt ich sie auf, um sicher zu sein. Tjoa. Ist auch schon mal dran rumgeschweißt worden. Das Blech ist hauchzart. Da Pommes noch einen Klauhaken kriegen soll, empfiehlt sich Ersatz. Rechts UND links...
Erst Verwunderung, warum das mit dem Flexen so lang dauert und woher der feine weiße Staub kommt. Dann die Erkenntnis: Auch an den Treppenblechen wurde Spachtelmasse eingebracht. Hier der zerschnittene "Schokoriegel":
Und was ist das? Na ist doch klar: Das herausgetrennte Treppenblech von unten mit Gurtverstärkung.
Schon besser! Aber da muss noch viel mehr raus
Mal zur Ansicht: Der abpräparierte Rahmenausläufer der Hinterachsbefestigung noch auf dem Ersatz-Treppenblech aufliegend (übrigens war der Spender ein 73er TL aus den USA mit Klimaanlage, zu erkennen an den kleinen Schlauchschellen auf dem Bild).
Und hier im abgenommenen Zustand.
Auch oben im Radhaus ist nun ein Fenster drin.
Der Reparaturschweller muss vorbereitet werden. Die Gurtverstärkung ist per Schweißpunktfräser runtergeholt worden. Das marode Blech haben wir vorsichtig herausgetrennt. Ziel: Möglichst viel VW-Blech erhalten – egal aus welchem Baujahr es stammt. Am Rande: Die Teile, die wir in Pommes einschweißen werden, stammen aus acht verschiedenen Typ 3 von 1962 bis 1973. Patchwork vom Feinsten!
Schwellerendstück. Leider auch hier Durchschüsse am Tauschblech. Raustrennen, als Muster weglegen, nachbauen. Kein Problem.
Hier wird es kritischer: Am S-Blech ist leider so manche Stelle weggegammelt.
Und auch zur Schraubkante hin wird es hinten dünn. Raus damit! Wir reparieren das Reparaturblech!
Das Loch wird immer größer. Nach nochmaliger Begutachtung und Prüfung der Ersatzblechbestände haben wir noch mehr entfernt, was nicht mehr so schön war.
Nichts mehr da! Freier Blick von Radhaus zu Radhaus. Der Boden gibt nun zusammen mit dem Hilfsrahmen die Stabilität. Häuschen und Boden sind an den Achsaufnahmen vorn und hinten fest verschraubt. Da sollte nix schief gehen...
In grandioser Handarbeit wird der 73er Schweller wieder einsatzklar gemacht. Gute Leute braucht man, gute Leute.
Und zum Schluss noch ein Filmchen vom Schweller:

Das war wieder ein fröhlicher Flex-Tag. Und morgen würde das so weitergehen. Der Schrauberurlaub würde nicht reichen, um Pommes wieder fit zu kriegen. Das wurde nun klar. Und ganz ehrlich: An diesem Mittwoch mit diesen Löchern allüberall kam es mir in den Sinn, das ganze Projekt auf den Schrott zu schieben. Doc Schrott und ich haben das gut eine halbe Stunde lang diskutiert. Dann kamen wir überein: Wir ziehen es durch! Aus guten Gründen: 1. schmeißt man 2500 Euro nicht so einfach weg, 2. haben wir fast alle Teile, die wir brauchen und 3. ist vor allem der Doc motiviert bis in die Haarspitzen. Auch meine Motivation sollte schon am nächsten Tag wieder entscheidend steigen. Doch dazu morgen mehr.