Sonntag, 21. Februar 2010

Projekt Pommes: Ein perfekter Tag, Teil 1

Samstag, der 20.2.2010. Ein wichtiger Tag im Leben eines Variants. An diesem Samstag sollte der Motor wieder zum Leben erwachen und wichtige Bereiche der Karosserie sollten in Eigenarbeit gesandstrahlt werden. Dazu musste die mobile Sandstrahlanlage von Ralle (International Musselschrupping) zu mir nach Bergkamen aus Essen und der Motor zu Wilfried nach Essen gebracht werden. Vorher aber musste ich noch von München nach Bergkamen und die Garage leer räumen. Um 1 Uhr früh war ich in Bergkamen. Um 8 Uhr nach ein paar Stunden Schlaf habe ich die Garage leer geräumt. Um 9 Uhr pünktlich war Carsten da, um mit mir den Motor aus dem Keller zu schleppen und in den Skoda zu packen: Voila! Ein Skoda mit quer eingebautem luftgekühlten Heckmotor! Auf nach Essen!
Dort den Motor an Wilfrieds Motorständer gepackt. Der Meister selbst würde den Startknopf drücken und zuvor die Verteilerwelle richtig einsetzen.
Und nun galt es! Wir waren um 10 Uhr 20 in Essen. Ralle hatte ich schon von unterwegs angerufen. Er hatte den Kompressor und alles andere schon verladen. Super! Da hatten wir ne Menge Zeit gespart! Die weitere Planung sah so aus, dass Wilfried den Motor einstellen sollte, und wir ihn später wieder abholen würden. Wilfried aber winkte ab: "Der läuft gleich. Wirst sehen." Nur so viel: Noch mal nach Essen fahren mussten wir an diesem Tag nicht mehr.

Resultat seht ihr in Teil 2. Teil 3 zeigt die Sandstrahlaktion, Teil 4 des perfekten Tages weist in die Zukunft, und die wird flauschig.

Projekt Pommes: Ein perfekter Tag, Teil 2

Öldruck da, Benzin in die Vergaser gespritzt. Es kann losgehen! Zählt mal die Sekunden, bis er anspringt! Nichts eingestellt. Nur Grundeinstellung nach Erfahrungswert. Der Lohn der Mühe. Ich finde, dass Wilfried mit seinem Schal wie ein Künstler aussieht ;-)))))

Projekt Pommes: Ein perfekter Tag, Teil 3

Der Sandsturm konnte losbrechen! Ralfs Männer-Kompressor wurde an 380 Volt angeschlossen und das Equipment ausgeladen.
Ein T4-Bus voll Freude!!! Das Sandstrahl-Problem lag mir im Magen.. Nun würde alles gut werden.
Ralf baut auf. Druckbehälter für Strahlgut und Luft.
Die drei vonne Tankstelle. Die Garage ist noch jungfräulich. Noch!
Was ein Staub! Danke an Ralf für das Foto. Die scheiß Schutzmaske hatte ich schnell in die Ecke gefeuert. Nutz eh nix. Augen zu und durch!
Der rote Teppich? Oder was? Es war höllisch. Aber auch höllisch gut.
In die Ecken wäre ich mit der Drahtbürste nie gekommen. Es war nicht das Ziel, den ganzen Originallack runter zu kriegen. Aber Rost und Dreck mussten weg.
Und fertig!. Die Schweißnähte werde ich noch ein wenig abschleifen und verziehen.
Auch die Reserveradmulde wurde ordentlich gestrahlt und anschließend sofort gestrichen.
So war dann der Arbeitstag um etwa 18 Uhr rum. Ich hätte nie gedacht, dass das alles wirklich klappt. Ohne die Vorbereitung und Hilfe von Ralf, Wilfrieds präzises Arbeiten und Carsten als Motorträger und Teile-Schlepper wäre das nie was geworden. Danke Euch!

Projekt Pommes: Ein perfekter Tag, Teil 4

Das zu Ende gehende Wochenende war aus noch einem Grund gelungen, denn ich konnte auch den von Bugwelder geschickten Teppich genauer unter die Lupe nehmen. Nach Christophers Aussage unverrottbar. Es fällt auf, dass die Kettelung aus Kunstleder ist. Alles ist sehr genau gearbeitet. Verwendbar ist der Teppich für Typ 3 Variant (ab Modelljahr 1966) und TL bis Modelljahr 72, erkennbar am Langloch für den Schaltknüppel. Danach war das Loch rund. Vari und TL deshalb, weil vor den Türausschnitten die Löcher für die Heizklappenbetätigung im Fußraum ist (auf dem Foto durch die Kunstlederstreifen für das Befestigen am Türeinstieg verdeckt). Der Vari vor Einführung des TL ist ja gleich der Limousine. Aber zurück zum Teppich selbst: Grauschschwarze Variante, Schlingware, recht dick. Kommt der Originalqualität sehr nah.
Das Original der Austrittslöcher sieht auch nicht anders aus. Sieht gut aus.
Von hinten ist alles ordentlich vernäht und verstärkt. Auch das sieht gut aus.
Hiermit wird der Teppich unter dem Türkeder befestigt wird. Kunstleder statt Stoff. Gut vernäht und genügend Material, um es ordentlich zu befestigen.
Wie gut der Teppich im Wagen passt, kann ich noch nicht sagen, denn Pommes muss ja erst noch dafür fertig werden. Aber bis hier hin ist das Ding echt klasse. Und das zu einem guten Preis.

Montag, 15. Februar 2010

Projekt Pommes: Wochenendbilanz

Eigentlich hatte es nur ein kurzer Trip in die Nähe von Nürnberg werden sollen. Mario/DKT und ich hatten uns vorgenommen, Sebastian, der gerade in einer Hardcore-Stufenheck-Restaurierung steckt, ein wenig zu ermutigen, zu beraten (besonders hinsichtlich so wichtiger Teile wie Felgen) und um ne Pizza beim zweitbesten Italiener der Stadt zu essen. Aber es wurde mehr daraus. Zum einen ein sehr schöner Abend, zum anderen aber auch ein kleiner Teile-Beutezug.

Zunächst fuhr ich nämlich in die entgegengesetzte Richtung, um Jürgen in Mundraching einen Besuch abzustatten. Der hatte auf generation-luftgekuehlt.de eine alte Vari-Heckklappe inseriert, auf die irgendwie niemand zuckte. Eigentlich brauchte ich keine Haube, aber ein Freund von mir sagt ja gern mal "Haben ist besser als brauchen". Also hin, einen blutenden Jürgen (Kopf am Balken gestoßen, als er mir die Tür aufmachen wollte) mit verrückter Katze (Krümel) antreffen, super nett unterhalten, Typ 3 begucken (Petri-Lenkrad, Empi 8 Spoke, leuchtendes Blau, kurze Stufe - schick!), Haube einladen, bezahlen, fahren.

Bei Sebastian dann ging es durch mehrere Räume, restaurierte Teile bewundern. Allein die Bodenplatte ist der Hammer! Die Geschichte der Abholung seines Wagens aus Bremen allerdings auch. Zwei Tage mit verrecktem Motor auf ner Raststätte hängen geblieben. Prost Mahlzeit!

Na wie auch immer: Ich hatte dort ohnehin NOS-Hörnchen kaufen wollen. Soweit waren wir uns einig. Nun kamen noch hintere NOS-Stoßstangenhalter hinzu. Ne von ihm falsch gekaufte Dichtung für eine Langschnauzer-Rücklicht (NOS) kam noch oben drauf. Als kleines Geschenk. Ich revanchierte mich mit der vorletzten Super-8-DVD vom EBI 2 und RTTS2 als Gastgeschenk (plus ein paar Euros, versteht sich!) und hatte einen Mordsspaß mit Mario und Sebastian.

Wieder ein paar Teile mehr und ein echt cooles Wochenende unter Schraubern. Danke an dieser Stelle nochmal an Sebastian und Jürgen!

Und kommendes Wochenende wird mal richtig heftig! Wenn alles läuft wie geplant, macht Pommes dann nämlich einen Mega-Schritt nach vorn. Aber dazu dann nächsten Montag oder Dienstag mehr.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Projekt Pommes: Verteilungskämpfe

Um ehrlich zu sein, passiert nicht viel an Pommes derzeit. Für die Garage ist es mir zu kalt. Und der Doc mit seinem Rheuma würde sich da eh den Tod holen. Also braucht ihr gar nicht weiter zu lesen. Oder doch?

Im Lese- und Guckangebot haben wir heute ein Bild, das wir augenscheinlich schon mal hatten. Es zeigt den Verteiler, der den Vari seit dem Verlust seiner Einspritzanlage befeuerte. Doppelte Unterdruckdose, also auf Null Grad einstellen. So wie bei meinem TL auch. Der Vorbesitzer hatte allerdings ja den Zündkontakt so derbe angeknallt, dass beim Lösen der Schraube das Gewinde gleich mit rausgehüpft kam. Tolle Wurst!
Also haben wir den Verteiler zerlegt, aus den heiligen Hallen einen Verteiler mit gleichem Kennbuchstaben rausgekramt und die Grundplatte gewechselt. Aber halt! Schließlich bin ich dank Herrn Aldi ja nun auch im Besitz eines Ultraschallreinigungsgerätes. Also haben wir alles haarklein zerlegt und feinstens gesäubert. Die Fliehkraftgewichte bewegen sich nun schon beim schief angucken! Der Verteiler lässt sich irre leicht drehen. Ich glaube, das hat sich gelohnt. Auch im Detail:
Nun noch ne Überraschung. Wir brauchten noch einen Halter für die Zündkabel. Die Dinger sind in die Verblechung gedrückt und bröseln meist weg, wenn man sie raus prockeln will. So geschehen auch an der Pommes-Verblechung. Aber was soll ich sagen? Der freundliche VW-Händler hat die Dinger noch! 3 Euro irgendwas pro Stück zwar, aber es gibt sie noch!
Und nachdem ja der Doc zwar viele Keilriemen im Bestand zu haben schien, aber alle nicht die Länge hatten, die auf der Pappe stand, haben wir mal flugs was aus neuer Produktion gekauft.
Das einzige Problem is nun noch, dass die Verteilerwelle mit der Schrägverzahnung nicht richtig verbaut wurde. Etwa 20 Grad im Uhrzeigersinn steht die Marke bei OT neben dem Finger. Keine große Sache, aber da es um den Rumpf geht, wird der Motor nochmals nach Essen zu Wittkuhn reisen. Der behebt den Fehler und darf dann gleich den Motor einstellen ;-). So wird aus der Not eine Tugend, und der Pommes-Motor steht vor seinem ersten Probelauf! Noch im Februar wird es so weit sein...