Montag, 25. Oktober 2010

Projekt Pommes: Der übliche Wochenend-Schock

Das ist die Situation nach dem Trockeneisstrahlen. Hier die rechte vordere Stehwand: Dort, wo noch Altlack war und an der Dichtmasse hat der neue Lack nicht gehalten. Zum Teil mein Fehler, denn ich habe wohl nicht gut genug angeschliffen:
Das hier ist mal richtig scheiße: Das Bitumen-Zeugs liegt in winzigsten Partikeln überall auf dem frischen Lack. Und da der "Experte" ja erst Bitumen und dann Fett aufgebracht hat, war die Bitumenschicht schön mit einer dünnen Fettschicht vom Sprühnebel überzogen. Deshalb pappt jetzt auch alles so wunderbar fest. Da packst Du einmal kurz an – schon sind Kratzer im Lack. Eine grandiose Situation! Aber mein Lackierer ist zuversichtlich, dass er es hinkriegt.
Vorderer linker Radkasten: gleiches Bild wie rechts.
Und auf dem Dach: Bitumen! Ich kann dem Trockeneistrahler noch nicht mal einen Vorwurf machen. Einerseits wollten er und der Doc wegen des durch Spritzwassers aufgewirbelten Straßenschmutzes nicht den frischen Lack mit Planen zerkratzen, andererseits kann man für gewöhnlich solche Partikel später mit Druckluft runter blasen. Aber der "Experte" hatte ja Fett verteilt. Konnte der Strahler nicht wissen. Der Doc vielleicht. Aber es war früher Morgen...
Und da mich das alles wieder ein wenig frustriert hat, habe ich erstmal was total Wichtiges gemacht: Burkhard, mein Lacker, hatte mir noch ein Maisto-Modell in den Originalfarben meines Varis lackiert. Das habe ich dann erst mal zusammengebaut und ein paar Dinge mit silbernem Lack nachgemalt. Sogar das VW-Zeichen!
Wenn es in 1:1 doch auch schon so weit wäre! Aber immerhin weiß ich jetzt sicher, dass die Lackwahl in Verbindung mit schön viel Chrom absolut richtig war!
Kommenden Samstag will Burkhard mit dem Nachlackieren durch sein. Dann ist hoffentlich die Episode mit dem "Experten" nach einigen Euro Lehrgeld und noch viel mehr vergeudeter Zeit und Nerven abgeschlossen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Projekt Pommes: Daumen drücken

Wenn alles wie geplant klappt, wird morgen um diese Zeit der obige Zustand wieder hergestellt sein. Dank dem Doc, Nino und Uwe (die mir erneut den Anhänger leihen) und dem Trockeneisstrahler. Also drückt mir bitte die Daumen, dass jetzt nicht noch mal ein Desaster geschieht...

Montag, 11. Oktober 2010

Projekt Pommes: YESSSSSSSS!!!!!

Okay, ich nerve Euch ein letztes Mal mit dem scheiß Hohlraumfett. Ist so eine Art Therapie. Ihr wollt doch nicht, dass ich Amok laufe, oder? ;-)
Die gute Nachricht vorweg: Pommes ist wieder fettfrei. Komplett. Es waren über drei Kilo, die ich ihm von den Hüften und aus den Heizkanälen geschmolzen habe. Unten in diesem Posting ist ein Video eingebunden. Schaut es Euch an! Ich habe das nicht glauben wollen. Das, was da rausläuft ist NUR AUS DEM RECHTEN HEIZROHR!!!!!!!

So sieht der Vari nun aus: Alles sauber und mit Silikonentferner gereinigt. Selbst auf dem Dach habe ich Bitumenspritzer gefunden. Und am Armaturenbrett. Und am Himmel. Und auf der Ladefläche. Und im Motorraum. Und in der Reserveradwanne. Kurz: ÜBERALL!!!!!! Und überall natürlich auch Fettspritzer. Und Klebebandreste. Saubere Arbeit. Respekt!
Wie man sieht, schimmert derLuftkasten seidenmatt. Das ist der Rest Mike Sanders-Fett, der nun verblieben ist. So hatte ich mir das vorgestellt: Eine DÜNNE Schicht.
Auch die Haube ist wieder frei von allem Dreck, Vogelschiss (hat ja beim "Experten" auch draußen gestanden) und Katzentapsen.
Bitumen muss noch runter. Aber das wird.
So rot und sauber gefällt er mir. Und zum Fahren ist zum Glück noch der TL da. Die treue Seele.
Das war in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Das da auf dem Zeitungspapier ist fett, das ich von außen und aus der Lufttasche runtergeschmolzen habe. Könnt Ihr Euch vorstelle, was passiert wäre, wenn der Vari das erste Mal auf nem Treffen in der Sonne gestanden hätte? Nicht auszumalen! Ach so: Dass das Bild so unscharf wirkt, hat ne einfache Erklärung: Fett auf der Linse...
Das ist das Ergebnis aus dem rechten Heizrohr! Nur das Heizrohr, nichts sonst. Fön hinten rein, Karre hochgebockt und ab dafür.
Ach ja, so schon kann die Motortrennwand aussehen. Natürlich wurde ERST Bitumen aufgetragen, DANN Fett, damit ich nu auch doppelte Arbeit habe.
Lecker Fett aussem Heizkanal.....
Schööööööön mit dem Finger in die warme Pampe. Phase 3, warmer Apfelkuchen...
Getrieberaum. Auch hier überall Fett. Ich erinnere mich noch, dass der Experte mir lachend erzählte, wie ein Kunde mit Oldie vorfuhr, der den Unterboden mit Mike Sanders behandelt hatte. Überall habe Splitt und Dreck dringesessen. Wie Streusselkuchen. Sowas würde er ja nie machen.

Nie. Sieht man.
Das war, bevor ich noch mit Silikonentferner durchgefeudelt hatte, etwas fettiger Glanz.
Hier auch, aber sagt selbst: Könnte es was Schöneres samstags um 22 Uhr 30 geben????
Ich glaube nicht. Ich jedenfalls war seelig.
Hier noch dat Filmchen. Viel Spaß!!!!!
video

Kleiner Exkurs noch zum Thema Hohlraumversieglung: Wenn Euch jemand sagt, er mache in die Hohlräume immer "viiiiiel" Fett hinein: Geht nicht einfach vom Hof – RENNT! Warum? Das warme Fett setzt sich in jedem Hohlraum unten ab, wird wieder hart und verstopft so die Abflüsse der Hohlräume. Wasser hat so keine Chance mehr, abzufließen. Es entsteht ein Biotop auf dem Fett durch Kondenswasser oder eindringendes Wasser. Im besten Fall passiert nichts. Im schlimmsten Fall aber ist das Fett nicht überall hingekommen. Dann rostet der Wagen wieder durch. Nur eben ein paar Zentimeter weiter oben. Deshalb muss auch Hohlraumfett DÜNN aufgetragen werden, bzw. das überschüssige Fett sollte rausgeschmolzen werden. Genau das macht die Sache mit Mike Sanders Fett auch so problematisch. Und deshalb sind solche Versiegelungen nicht billig. All das weiß ich jetzt, wo es zu spät ist. Im besten Fall wird das fett in eine erhitzte Karosserie heiß und mit hohem Druck fein vernebelnd eingebracht. Das Fahrzeug verbleibt nach der Versieglung noch in einer Wärmekammer, um die Kriechwirkung zu beschleunigen und überschüssiges Fett ablaufen zu lassen.