Sonntag, 29. Mai 2011

Projekt Pommes: Motor und Getriebe

Der 28. Mai war der erste Samstag seit drei Wochen, an dem ich frei hatte. Den wollte ich nutzen zum Einbau von Getriebe und Motor. Der Doc kam zu Hilfe. Wie immer. Wie immer aber auch erst so irgendwann gegen Mittag. Und natürlich klappte auch wieder so einiges nicht, und es fehlte was. Deshalb musste ich noch zwei Mal los: erst einen halben Liter Getriebeöl kaufen, dann eine Vielzahnnuss und einen elektrischen Fuchsschwanz holen. Aber fangen wir vorn an. Am Motor selbst mussten noch ein paar Schlauchschellen dran:
Das Getriebe hatte ich noch nicht mit frischem Öl befüllt. Das alte Öl hatte die Konsistenz von Sülze in Schwarz mit groben Stücken. Dummerweise hatte ich zu wenig Getriebeöl da. Aber der nächste Auto-Höker ist ja nicht weit.
Das Getriebe stammt aus einer 71er Limo, aus derselben wie auch Schaltstange und Pedalerie. Der Simmerring war noch geschmeidig und dicht. Ich habe ihn drin gelassen. Das Ausrücklager ist neu, allerdings habe ich nicht das dem Kupplungssatz beiliegende genommen, sondern eines, bei dem die Zapfen rechts und links, die in der Gabel liegen, aus dem vollen gedreht sind und nicht vernietet. Die Vernietungen gehen schon mal kaputt. Wenn die sich verabschieden, dann sieht es in der Kupplungsglocke nicht so prickelnd aus.
Dann bin ich ja noch mal los wg. Vielzahnnuss, In der Zwischenzeit hatte der Doc allein das Getriebe schon mal in Position gebracht.
Dann Wagen umgedreht, Motor dahinter. Ach ja: Da VW gern mal Dinge ändert, musste der el. Fuchsschwanz noch zum Einsatz kommen. Am Getriebe oben in Fahrrichtung links war eine Aussparung für eine "Hammerkopf"-Schraube. Die passt sich da schön ein und man kann vom Motorraum her in Ruhe und ohne Gegenhalten die Mutter lösen. Dumm nur, wenn bei der älteren Motorgehäusevariante exakt da ein Gewinde angegossen ist. Also: Hülse mit Gewinde abschneiden, alles gut.
Getriebe mit dickem Draht hochbinden, Wagen aufbocken...
Motorschwerthalter schon mal lose einsetzen....
Alle Schrauben parat legen....
VW-Zeichen dranmachen ;-), Wagen sichern.....
Motor mit Rollbrett drunterschieben, ankippen, Wagen ablassen, Getriebe ein Stück ablassen, Motor leicht anheben, fummeln.....
DRIN!
Geil, geil, geil!
Und nun noch eine Geschichte aus der Reihe: "So bekloppt baut VW!" Heute: Die feinen Unterschiede zwischen Automatik- und Schalt-Bodengruppe.
Möchte man die Schaltstangenkulisse verschrauben, stellt man fest, dass es in Fahrtrichtung vorn zwei Bohrungen gibt. Eine für Automatikkulisse, eine für Schaltkullise. Aber nur an einer Bohrung ist auch ein Mutternstein eingeschweißt. In diesem Falle natürlich an dem Loch für Automatikkulisse. Also: Mutternstein aus dem Keller holen (hat man zum Glück in Heavy-Duty-Ausführung liegen), zuschneiden, einschweißen. Der Doc war so geil drauf, dass wie die Schweißpunkte noch nicht mal abschleifen mussten.
Dann noch Schaltstangendeckel am Rahmenkopf drauf....
.... und an der Reserveradmulde. FERTIG! ....für heute....

Und auf einmal kamen noch ein zwei DGFler, ein DSRler und zwei weitere bekannte VW-Treter vorbei. Tjoa, Bier geholt und ab dafür.
Ein rundum gelungener Samstag. Wieder ein großer Schritt. Und es es ist ein Feiertage in Sicht, den ich nutzen kann. Nur leider ist das kommende Wochenende schon wieder mit Arbeit voll. Aber Pfingsten habe ich wohl frei, wie es aussieht. Wird Zeit, dass das Blech an Ort und Stelle kommt und der Vari wieder wie ein Auto aussieht.

Dienstag, 17. Mai 2011

Projekt Pommes: Fatman returns!

Die Wochenenden sind derzeit voll. Erst Mille, nächstes WE wieder weg wg. Arbeit. Pommes kommt zu kurz. Definitiv! Also eben mal für zwei Stunden ab in die Garage, denn zwei Probleme beim Kabelbaum gab es noch: Innenleuchte und Kennzeichenleuchte. An der Innenleuchte hatte ich schon gesehen, dass der "Experte" da auch mal richtig schön Fett überall dort verteilt hat, wo es nicht hingehört. Die Innenleuchte und den zugehörigen Kabelbaum fand ich so vor:
Es ist beides in der Tonne gelandet. Kabelbaum kam ja eh neu von WCM. Und so ne Leuchte ist Dutzendware. Mit Hilfe eines festen Drahts und eines Bindfadens habe ich dann auch noch das Kabel für die Kennzeichenleuchte in der rechten D-Säule verlegt bekommen.
War ganz schön Fummelei, aber es ist nun alles dort, wo es hingehört.
Dann noch eben die frisch gelb verzinkten Türkontaktschalter installieren. Fertig.
Es muss weitergehen. Auch wenn es nur kleine Schritte sind.

Montag, 16. Mai 2011

Mille statt Geeste

Ich war ja nun nicht in Geeste. Das hat mich schon irgendwie geärgert. Viel blöder aber ist, dass ja auch ein Räubers-Pärchen sich am Freitag dem 13. das Ja-Wort gegeben hat. Konnte ich auch nicht dabei sein. Nun ja und von der Meisterfeier mal ganz zu schweigen. ABER dafür war ich als Co-Pilot mit diesem Boliden bei der Mille Migla dabei. DKW Sonderklasse 3=6, entfesselte 34 PS, Baujahr 1954, 896 ccm, Zweitakt, Thermosyphonkühlung, Schwebeachse, Lenkradschaltung. Bewaffnet mit Tripmaster und Roadbook ging es 1490 Kilometer durch Italien von Brescia über Bologna nach Rom und über Vallelunga, das Maserati-Werk und das Ferrari-Werk inklusive Runde über den Ferrari-Kurs Fiorano zurück nach Brescia.
Am Steuer des Boliden: der zweifache dt. Rallyemeister auf Audi Quattro Harald Demuth.
Auch zwei Käfer waren am Start. Leider fiel einer aus und der andere aus der Wertung.
Porsche überall! Egal ob Rennversionen oder 356er Straßenwagen.
Am Vorstart in Brescia am Donnerstag war's echt entspannt. Naja und auf einmal stand dort Gerd Kummetat rum, den Volkswagen Classic als Motorenexperten verpflichtet hat. Das war echt ne Überraschung!
Der hier war mehr ein Poser als ein Maler. Italiener halt...
Die erste Etappe nach Bologna war eine Nachtetappe. Am Ende lagen wir auf Platz 106. Am Ende aller drei Etappen auf Platz 147. Immerhin angekommen! Vier von fünf DKW der Audi Tradition sind ins Ziel und in die Wertung gekommen. Die beiden VW und beide Werks-Porsche nicht, bzw. waren wegen Zeitüberschreitung nicht mehr in der Wertung. Dabei habe ich noch Matthias Müller mit anschieben geholfen in seinem 550 Spyder. Das war kurz nachdem ich dieses Bild gemacht habe.
Auch zwei DKW Monza waren neben den 3=6 (F91) am Start. Am Steuer des Roten waren Dindo Capello und Gigi Pirollo, zwei italienische Renn-Asse. Beide auch für Audi da.
Klar war auch Hans-Joachim Stuck zu finden...
... und Klaus Ludwig in einem 300 SL. Und in Vallelunga stand auf einmal Emanuelle Pirro unter den Zuschauern. Einfach so. Manchmal konnte ich kaum glauben, was so passieren kann.
Da ich aber ziemlich mit Roadbook lesen beschäftigt war, konnte ich nicht so viele Fotos machen. Fazit: Geil war's schon. Es hat Laune gemacht. Der Jet Set drumrum ist nicht meine Welt, aber die Haudegen am Steuer zu erleben war die Sache wert! Der Hammer!

Aber ich habe an D + D gedacht, an Geeste und den Spaß dort und an den BVB. Man kann nicht alles haben. Aber wenn in Geeste die #14 steigt, bin ich wieder mit dabei.

Montag, 9. Mai 2011

Projekt Pommes: Kabelbaum und Gedöns

Die schönen Arbeiten haben begonnen! Die, bei denen die Finger sauber bleiben. Die, bei denen man sofort Fortschritte erkennt. Pommes hat seinen Kabelbaum bekommen. Alle Kabeldurchführungen neu oder aufbereitet. Man muss nur hinter sich greifen und fertig. Den Kabelbaum selbst hatte ich vor einigen Monaten bei West Coast Metric für keinen ganz so schmalen Euro bestellt. Doch es hat sich gelohnt! Neue Strippen mit sauberen Kabelschuhen und Kabellängen, die vor allem unter dem Armaturenbrett großzügig bemessen sind, sind schon was Feines! Und auch die seinerzeit bei Jörg Beckmann bestellten Kotflügeldichtungen sind top! Reichlich bemessen, anschmiegsam. Klasse! Die Dichtungen oben zum Luftkasten sind aufbereitete Altteile.
Aber habt ihr schon mal diese Dichtung verbaut? Das ist die beim Vari zum Laderaumboden, die sich gegen die Heckklappe drückt. Es hat fast ne Dreiviertelstunde gedauert, das Ding (neu, Repro von WCM) da rein zu bugsieren. Schraubendreher schied wg. Gefahr von Lackschäden aus. Ein Holzkeil (vom Raclette) erwies sich als zu labil. Also blieb nur immer schön im Wechsel oben und unten die Dichtung rein zu "drehen" und zu schieben...
Hier wird bald wieder Strom fließen!!!!
Und die Heizungsschnüffelstücke sind auch schon vor Ort. Da kommt man später so scheiße dran.
Hupenkabel und linker Scheinwerfer samt Blinker. Hier werde ich noch zusätzliche Kabel ziehen für Dinge, die sein müssen ;-)
Und die rechte Seite mit Tankdurchführung und Entlüftung. Hier ein Reproteil von T3K. Mein NOS-Originalteil habe ich mal noch weggelegt.
Diese Heckklappendichtung ist eigentlich von irgendeinem Audi. Eine der wenigen guten Ideen des Vorbesitzers: Sie ist exakt lang genug und schön weich. Bleibt erstmal drin. Eine originale Dichtung kann ich mir immer noch mal holen.
Und hier noch der Blick auf das Verstärkungsblech der AHK. Da hat Doc Schrott wieder alles gegeben. Was ihr hier seht ist nämlich eine Nachfertigung. Vom Original praktisch nicht zu unterscheiden und nach Zeichnung angefertigt.
Soviel für den Moment. Der Rest der Woche bis Sonntag einschließlich gehört zwei beruflichen Terminen. Nicht zu ändern. Aber dann geht es wieder weiter.

Samstag, 7. Mai 2011

MKT 2011 - analoger Nachschlag

Wie eigentlich immer hatte ich auch auf dem MKT eine kleine analoge Kamera dabei. In diesem fall ne Minox 35 GT von 1982. Macht aber auch noch ganz gute Bilder. Vorhin habe ich den Film abgeholt. Hier also noch eine kleine Nachbetrachtung zum Maikäfertreffen durch ein Youngtimer-Objektiv. :-)