Montag, 27. Januar 2014

Buchempfehlung

Derzeit lese ich ein Buch, das mich echt fasziniert. Es geht um das Rennen Paris-Madrid im Jahre 1903. Eigentlich so überhaupt nicht mein Thema. Aber die Jungs damals (und ein Mädel) hatten mal richtig einen Nagel im Kopf. Über Straßen, die einem Acker gleichen mit Vehikeln, die erbarmungslos auf leicht getrimmt waren und praktisch ohne Bremsen mit über 100 km/h brettern. Dazu gehört Tollkühnheit. Viele Fahrer haben mit ihrem Leben bezahlt. Der Autor hat unglaublich viele Fakten zusammen getragen, sein Bruder hat (weil der Autor leider inzwischen verstorben ist) das Buch überarbeitet und viele neue Quellen aufgetan. Die Fotos im Buch sind atemberaubend. also wenn ihr mal ein  Buch für einen komplett "Gaskranken" sucht: Das könnte eins sein!

Paris-Madrid – Das größte Rennen aller Zeiten | Michael Ulrich, Thomas Ulrich

gebundene Ausgabe 2013
326 Seiten
333 Abbildungen
ISBN 978-3-942135-14-0
22 x 30 x 2,2
EUR 39,00

Das legendäre Auto- und Motorradrennen Paris-Madrid ging bereits 1903 als das »Rennen in den Tod« ebenso spektakulär als auch tragisch in die Geschichte des Automobils ein. Insgesamt 238 Fahrzeuge gingen bei diesem letzten Stadt-zu-Stadt-Rennen an den Start, bei Bordeaux musste es bereits abgebrochen werden, denn tragische Unfälle auf der ungesicherten Strecke forderten zahlreiche Menschenleben und noch mehre Verletzte auf Seiten der Zuschauer und Fahrer. 
Die Behörden verboten daraufhin nicht nur das Rennen sondern auch die Rückkehr der Fahrzeuge nach Paris aus eigener Kraft – sie mussten per Eisenbahn abtransportiert werden. Sie wurden daraufhin auf einen Zug verladen. 
Paris-Madrid ging in letzter Konsequenz aber auch positiv in die Geschichte ein, denn die getroffenen Maßnahmen gelten »als erste Sicherheitsvorschriften im Automobilsport und brachten zwangsläufig das Ende der Stadt-zu-Stadt-Rennen, die seit 1894 ausgetragen wurden. Der Motorsport konzentrierte sich von nun an auf Rundstreckenrennen.«

Das vorliegende Buch von Michael Ulrich erschien bereits 2005 unter dem Titel »The Race Bugatti Missed« in englischer Sprache mit deutschen Begleitheft und stellt bis heute das einzige Buch zum Thema dar. Die Auflage war ein großer Erfolg und schnell vergriffen.
Während die damalige Ausgabe noch einen umfangreichen Teil über den faszinierenden Typ 5 Ettore Bugattis enthielt, konzentriert sich der vorliegende Band allein auf das Rennen, die Teilnehmer und die damalige Technik der Fahrzeuge und Zeitmessung. Das komplett überarbeitete und neu gestaltete Buch wurde zudem vom Bruder des verstorbenen Autors mit zahlreichen Abbildungen und detaillierten Informationen zu ausgewählten Rennfahrern deutlich erweitert.

Samstag, 25. Januar 2014

Projekt Pommes: Schraubereien

Alles lag bereit für den großen Motor-Check-Up an Pommes. Neue Zündkerzen, Verteilerläufer, Verteilerkappe, Ventildeckeldichtungen, Ölablassdeckeldichtung, Benzinschlauch, Benzinfilter, die Fettpresse für die Vorderachse, Synchrotester, Schließwinkeltester, Zündzeitpunkt-Pistole. 
Es konnte also losgehen. Nach der Diskussion hier und auf Generation Luftgekühlt wusste ich ja, dass die eine Zündkerze soooo schlecht nicht ausgesehen hatte. Die drei anderen zeigten exakt dasselbe Bild. Das hat mich schon sehr beruhigt, nachdem ja in Spa René nach der Hatz auf dem Rennkurs meinte, mein Motor habe gebläut, was er auf einen Defekt an einem Ölabstreifring zurückführte. Wäre dem wirklich so, hätte eine Kerze verölt sein müssen. War aber nix. Alles gleichmäßig:
Neue Kerzen reingeschraubt, Ventile neu eingestellt, neuen Zündkontakt rein, Verteilerkappe und -läufer noch top, Schläuche super, Benzinfilter sauber, Ventile eingestellt (alle etwas zu stramm, so um 0,08), neues Öl rein, gestartet, schnurrt wie Kätzchen. Deshalb konnten alle Messinstrumente im Keller bleiben.
Genau genommen gut gearbeitet. Meinte auch der Doc, der da war, um die Ventile zu streicheln und aufzupassen, dass ich keine Shyce baue.
Wir konnten recht schnell zum gemütlichen Teil übergehen.
 DNW: Der Nebelwerfers
Werft noch mal n Blick drauf. So wird diese Innenausstattung schon sehr bald nicht mehr aussehen ;-)
Es geht weiter an Pommes. Nur weil er fertig restauriert ist, heißt das ja nicht, dass auf ewig alles so bleibt...

Freitag, 24. Januar 2014

90.000 Klicks – Danke!

Das Jahr geht ja gut los! Endlich mal wieder ne runde Zahl bei den Zugriffen und ganz schön was los hier! Morgen geht's an Pommes weiter. Deshalb wird's am Wochenende zumindest einen weiteren Blog-Eintrag geben. So stay tuned!

Viele Grüße an alle Leser und Vorbeisurfer da draußen!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Projekt Pommes: Filmfragment


video
Gerade habe ich ein Filmchen wiederentdeckt. Aufgenommen während der Restaurierung von Pommes im Sommer 2009. Manchmal kann ich kaum glauben, dass der schmucke Vari, den ich fahre, mal so ein Wrack war.

Montag, 20. Januar 2014

Samstag, 18. Januar 2014

Projekt Pommes: Frage an die Experten

Kommendes Wochenende bekommt Pommes einen Motor-Check-Up (Betet mal für weiterhin warme Temperaturen, sonst friere ich mir dann den Popo ab ;-) ). Und da ich nicht wusste, welche Zündkerzen genau drinstecken (Bosch, NGK, Beru, etc.), hab ich heute eine rausgedreht um neue zu beschaffen. Das Gesicht der Beru 14-8AU (vergleichbar mit Bosch W 8 AC) präsentierte sich mir wie auf dem Bild. Heller gräulich bis bräunlicher Isolierkörper, mattschwarzer trockener Ruß außenrum. Soweit okay. Aber: Ist das Zeugs auf der Elektrode normal? Hatte ich so noch nicht. Und die Suche per Google in Foren nervt nur, weil jeder meint, er hätte Ahnung und meist verbreiten die doch nur Schwachsinn. Gelaufen ist der Vari prima, eventuell ein wenig fett, hatte ich manchmal den Eindruck.  Laufleistung der Kerze: Knapp 11.000 Kilometer. Frage an die Motorexperten: Wie beurteilt Ihr das Gesicht? Und woher kommt der bräunliche Belag auf der Elektrode?

Freitag, 17. Januar 2014

Featuring: Schwelmer Bernstein

Ingo B. aus Schwelm, der auf dem Pommes-Blog wohl öfters mal vorbeisurft, hat mir per Mail einige Fotos seines Wagens zukommen lassen. Meinen Vorschlag, die doch einfach mal zu zeigen, fand er klasse. Seine 67er Stufe mit ordentlich Tiefgang hat ein Farbkonzept, dass sich innen wie außen durchzieht: Warmes Metallic-Rot trifft auf sattes Schwarz. Wir lernen: Es müssen keine ausgefuchsten Felgen sein, um aufzufallen. Im Heck des Fahrzeugs befindet sich (eingetragen) ein zwei Liter großer Typ 4 (GB-Block). Wenn Ingo noch mehr zu dem Wagen sagen möchte, wird er das sicherlich bei Gelegenheit in den Kommis machen. Aber allein schon die Fotos sind aussagekräftig genug. Der Cal Look der frühen 90er, so wie er in Europa aufgefasst wurde, erlebt in diesem Wagen eine Renaissance. Die Zitate dieser Zeit sind unverkennbar. Schöner Wagen, Ingo!






Donnerstag, 16. Januar 2014

Mein kleiner Fang aus Herford


Lag auf einem gelben, sehr tiefen Variant. Konnte ich nicht dran vorbei gehen. ;-)

Mittwoch, 15. Januar 2014

Terminliste aktualisiert

Die Terminliste rechts in der Seitenleiste umfasst jetzt über 20 der meiner Meinung nach für uns relevanten Termine 2014. Es fehlt noch eine Menge: Was ist mit Wattenscheid und Dorsten, wann ist Run to the sun, wann ist GAC/BBN-Abschlusstreffen – und so weiter. Wenn Ihr was wisst oder Fehler entdeckt, sagt mir bitte Bescheid. Es soll Leute geben, die meine Liste für ihre Urlaubsplanung benutzen. Die will ich nicht enttäuschen ;-)

Nachtrag vom 16.1.: Jetzt sind es schon über 30 Termine! Danke an alle Einsender! Im Laufe des Jahres werde ich immer dann Ergänzungen vornehmen, wenn ich Neuigkeiten zu Terminen erfahre.

Montag, 13. Januar 2014

Unfallflucht aufgeklärt: Ein VW Typ 3 als Tatwaffe

Die neue Osnabrücker Zeitung hat in den vergangenen Tagen wiederholt von einem weit zurückliegenden Unfall berichtet. Tragischerweise mit einem Todesopfer. Kurioserweise mit einem vergrabenen VW 1500, Baujahr ca. 1962 in golfblau. Nun ist er geborgen worden – oder vielmehr die Reste dessen, was mal ein Auto war.

Die ganze Geschichte gibt es HIER.


Sonntag, 12. Januar 2014

Herford-Bilder

Herford! Güterbahnhof! Auch 2014 wieder ein Hort der heilen VW-Welt. Keine faulen Tomaten auf irgendwelche Stände, keine Meckereien und ja: sogar mal keine arktischen Temperaturen. Die Laune war gut, die neu präsentierten Wagen der Hammer! Mein Highlight war in diesem Jahr ein Hochdach-Bus: Sehr stimmiges Farbkonzept, gesunde Tiefe und mächtig Wumms. Klasse, Nils!
Aber der Reihe nach: Das war dann der erste Teil unserer Reisegruppe (Strassenräubers fahren ja gern mal mit dem Zug). Das mit den Arm ausstrecken und abdrücken muss ich mit der neuen Kamera noch üben. Normalerweise habe ich nicht so viele Kinne:


 In Herford haben wir erstmal gecheckt was draußen so steht:









Dann ging es drinnen weiter. Feiner Hot-Rod-Käfer!




 Und noch viel mehr:







Jetzt mal ne Frage: Dieser Herforder-Pilsener-Käfer hatte diesen Aufdruck. Was ist Konti? Das allseits beliebte Konter-Bier???? Egal. Prost!
Vintage Works präsentierte einen neuen Bus! Dieser T1 fällt durch ein ungewöhnliches Farbstyling im Innenraum auf. Sozusagen Flower Power in edel:

Der Macher des Busses:
 Diese Kiste. Da war sie wieder. Ich muss weg!
 So, jetzt mal noch ne Ladung Typen:








 Weltrekordversuch?
Ach ja: Teile gab es auch auf dem Teilemarkt! ;-)
Abends dann im Zug Erschöpfung. Und das sichere Wissen: Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei!
Bilanz: Wieder mal GEIL! So viel Lachen, so viel Menschen, die man schon lang nicht mehr gesehen hat. Trotzdem zu wenig Zeit, um mit allen zu schnacken. Herford ist wie ein großes VW-Familien-Treffen. Das könnte ewig so weitergehen. Und ich bin froh, dass der ein oder andere, dem es zwischendurch nicht so gut ging, gesund und munter vor mir stand. Allen, die heute noch dort sind: Viel Spaß! Genießt es. Wir sehen uns die Tage dann woanders wieder. Und ich verspreche, dass ich am Abend vor einem Treffen nie wieder beim Griechen essen gehe. ;-)