Sonntag, 17. August 2014

Glück gehabt


Es passiert nicht mehr oft, dass man an NOS-Teile für n schmalen Taler kommt. Aber es geschieht! Hier sehen wir kurze verchromte Katzenaugenhalter für Pommes, einen Wischerarm für "dicke" Welle mit Madenschraube für Pommes, zwei Rücklichtunterlagen für Pommes, eine hintere rechte Fensterdichtung Variant (kann Pommes gut brauchen!!!), eine Katzenaugenunterlage lang für was auch immer, eine Blinkerunterlage für den blauen Klaus, eine hintere rechte Dichtung für Ausstellfenster TL – auch für den blauen Klaus und ne Tüte Kleinzeugs. So Sonntage kann's öfter geben!

Dienstag, 12. August 2014

Spa: Höhen und Tiefen

Mein absolutes Lieblingsfoto des Spa-Wochenendes Hat Rallegolle gemacht: Seine schwarze Limo umrahmt von Marios Vari und meinem Vari auf der Rennstrecke. Schon der Hammer!
Und das absolute Nicht-Lieblingsfoto habe ich gemacht. Es zeigt das zerstörte Getriebe aus Bernds 34er Karmann. Irgendwie hatte unser "Kleiner" reichlich Pech: Das Tauschgetriebe streckte alle Viere von sich in Spa, dann versagten die Vergaser. Auf dem Rückweg dann schlug sich das für teuer Geld in Spa gekaufte Ersatzgetriebe die Zähne aus. Die letzten Kilometer trailerte ihn Marcel B. aus dem Emsland nach Hause. Der kam eigens mit Anhänger angerauscht und nahm den Freund samt Wagen Huckepack. In Spa selbst sorgten viele helfende Hände dafür, dass Bernd zumindest die Chance auf eine Weiterfahrt hatte. Insofern ist das absolute Nicht-Lieblingsfoto immerhin eines: Ein Beleg dafür, dass die Schrauber-Gemeinschaft noch funktioniert. Keiner wird zurückgelassen.

Sonntag, 10. August 2014

Motoreneinbau mit Hindernissen

Darf ich vorstellen? Das ist Dolf. Dolf ist ein 72er Standard-Vari (Modelljahr 73) und gehört Michael, einem befreundeten Typ-3-Fahrer aus Dortmund. Dolf hatte einen kapitalen Motorschaden, weshalb der Doc den Motor irgendwann im Frühjahr ausgebaut und zu einem Motorenbauern in Wickede gebracht hatte. Nun war der Flat Four wieder fertig. Der Doc hatte ihn bereits komplettiert:
Da so ein Motoreneinbau immer so eine Sache ist, hatte der Gute mich gefragt, ob ich helfen kann. Schließlich sind wir ein eingespieltes Team. Ehrensache, dass ich mitkam. Mit zwei Mann, die sich blind verstehen, ordentlichem Werkzeug, drei hydraulischen Wagenhebern und einem Rollbrett sollte das funzen.
 Klappte auch gut. Überall fröhliche Gesichter.
 Das sind mal Ansichten an einem Sonntagnachmittag ;-)
Keine Stunde und der Motor war an Ort und Stelle und komplett angeschlossen. Dreh am Zündschlüssel, Öldruck kommt – und auch der Schrei von hinten: "Sofort stopp!!!!!!!"
 Es siffte Öl raus unterm Ölkühler. Aber so richtig! Warum? Deshalb:
Bei frühen Motoren müssen zwischen Ölkühler und  Block drei dickere U-Scheiben, damit die Dichtungen nicht zusammengequtescht werden. Später haben die Ölkühler drei Verdickungen nach unten, die das verhindern. Verdickungen UND U-Scheiben führen dann eben zu Ölverlust. Schade. Also linken Vergaser ab, Zündspule ab, Verkabelung ab, Lima raus, Verteiler raus, Verblechung runter, Ölkühler ab, Scheiben weg, alles wieder retour.
 Schlachtfeld:
 Weg der Genesung. Das ganze hat uns insgesamt so 1,5 Stunden gekostet.
 Dann alles einstellen...
Fertig! Mit etwas Zeitverlust lief der Motor. Aber nicht, ohne uns noch so RICHTIG zu erschrecken. Laute regelmäßige metallische Geräusche trübten das Bild beim ersten Lauf des Motors. Es kam von rechts, nicht aus dem Gehäuse. Meine Vermutung: Ventiltrieb rechts, wahrscheinlich erster Zylinder. Ventildeckel ab, geguckt, nix zu sehen. Noch mal gestartet. Dasselbe. Wieder gewartet, noch mal gestartet – weg! Wahrscheinlich war eine Stößelstange noch nicht komplett mit Öl gefüllt und hat deshalb Radau gemacht. Nun läuft der Motor rund.
Es blieb sogar noch Zeit, um von den grauen auf schwarze Armaturen umzurüsten.
Das war doch mal ein schöner Schraubersonntag! Und mit dem Regen ging es auch erst los, als wir fertig waren. Alles richtig gemacht! Nun kann Michael mit Dolf zum Typ 3-Europatreffen Ende des Monats nach Holland fahren. Perfekt!