Dienstag, 24. Februar 2015

Das Phantom: Sein Weg in den Untergrund


Heute vor 20 Jahren begann der Weg des Phantoms in den Untergrund. Heute vor 20 Jahren legte ihn der dritte Mann still, also: der dritte Halter. Das Phantom verlor seine Zulassung und seine Nummernschilder: DO-NX 177 hatten sie gelautet. Damit begann ein langer Leidensweg, der zunächst unter einem Baum endete. Dieser Baum ließ jahrelang Harz auf weißen Lack, Gummi und Glas tropfen. Das Harz erstarrrte gemeinsam mit dem Staub aus der Luft zu einer schwarzen klebrigen Masse. Als Ruine wechselte der Typ 3 den Besitzer. Inzwischen waren Kinder über das Dach gelaufen. Und erste Teile fehlten wohl auch schon. Hoffnung keimte auf: Der Doc als neuer Besitzer zerlegte ihn, begann die Restaurierung und schweißte ihn wirklich gut. Doch dann zierte sich der Lackierer, ließ den Doc letztlich hängen – und das Martyrium ging weiter. Etwa 1999 verschwand das Phantom im hinterletzten Winkel der Halle und geriet in Vergessenheit. Die Kisten mit den Originalteilen sind bis jetzt noch nicht aufgetaucht. Und werden es wohl in absehbarer Zeit auch nicht.

Aber derzeit sorge ich ja für adäquaten Teilenachschub. Demächst geht's noch in den hohen Norden zum Teile tauchen beim Jürgen K. Meine Erkältung ist auf dem Rückzug. Dann geht es auch endlich in der Garage weiter. Alles nur, um diesen 24. Februar 1995 und die 20 Jahre danach vergessen zu machen und das Phantom wieder zu einem legalen Teilnehmer am Straßenverkehr werden zu lassen.

Sonntag, 22. Februar 2015

Besuch bei einer Zicke und Teile tauchen

Am Freitag bin ich nach Waldershof in der Oberpfalz und nach Wendelstein bei Nürnberg aufgebrochen. In Wendelstein wohnt mein Freund Sebastian, dessen Limousine irgendwie seit Jahren nicht recht voran kommt. eigentlich fehlt nicht mehr viel zur Fertigstellung, doch die Limousine ist ne Zicke. Eigentlich klappt nix wie es soll. Sowas schlägt auf die Motivation
Aber immerhin haben wir am Samstag mal eben hinten links eine neue Dichtung außen ins Aufstellfenster eingezogen und es eingebaut. Hat geklappt. Aber bei Pommes ging das damals allein und leichter...
In Waldershof habe ich vorher Teile abgeholt. Die Bambusablage (Repro), Parkleuchten (Repro), gebrauchte Staubschutzbleche und Hörnchen, Kleinzeugs, Dichtungen für Heckdeckel und zwischen Karosserie und hinteren Kotflügeln, Kofferraumverkleidungen vorn, Zierleistensatz und einen hinteren linken Kotflügel. Der beim Phantom dabei war, war mir ehrlich gesagt zu schlecht. Dieser hier stammt von Ernst Bernsteiners "NOS-Back", dürfte ja noch in der Szene bekannt sein. Und der ist RICHTIG gut. Den Himmel (TMI) und das Dämmmaterial hat mir übrigens Sebastian geschenkt. Danke dafür!!!! Und auch Mario vom Type 3 Headquarter in Waldershof hat faire Preise aufgerufen. Auch dafür Danke!
 Die Repro-Jokons werden dem Phantom dereinst gut stehen, denke ich...

Am dringlichsten brauche ich nun noch ein gutes vorderes Stoßstangenblatt. Könnte auch gegen ein gutes Hinteres tauschen, wenn das wen glücklicher macht als Geld... Freu mich über E-Mails.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Das Phantom: Schnodderseuche

Mann! Da hat man mal Zeit und der Körper denkt sich: Super! Dann darf ich auch mal loslassen. Jetzt sitze ich hier mit Schal vorm Computer, die Packung Tempos in Griffweite. Aber es ist schon wieder einiges "Baumaterial" reingekommen. Telefonate mit Tauchbadentlacker und Trockeneisstrahler sind geführt. Und auch der Lackierer war schon vor Ort zur Besichtigung. Er meint, dass es gar nicht so schlecht aussieht. :-D
In den nächsten Tagen erfolgt die (hoffentlich feierliche) Briefübergabe. Dann ist der 67er auch offiziell meiner. Morgen geht's Teile tauchen im tiefsten Franken. Es passiert also schon was, nur nicht ganz so schön plakativ mit großen Fotos und so...

Montag, 16. Februar 2015

Das Phantom lässt die Hüllen fallen

Heute verlor das Phantom alle seine Anbauteile. Damit wurde der Blick frei auf alle Ecken.
Es fanden sich aber keine bösen Überraschungen. 
Reserveradwanne: 
 Ohne Befund.
 Radhaus links:
 Ohne Befund.
 Radhaus rechts:
 Ohne Befund.
 Treppenbleche:
 Ebenfalls solide geschweißt.
 Gleiches gilt für das Hinterteil:
 Rechts...
 Und auch fürs Hinterteil...
 ...links.
 A-Säulen unten:
 Top.
Aber es gibt auch dumme Kleinigkeiten: Das Röhrchen für die Haubenentriegelung hinten fehlt. Seltsam...
Und der hintere linke Kotflügel ist nicht nur gespachtelt, sondern auch nach unten hin durchgerostet und am Radlauf ebenfalls sowie mit Schraubenlöchern eines Schmutzfängers verunziert. Auch die rechte Tür zeigt nach unten hin einige Durchrostungen. Und an den Scheibenrahmen vorn und hinten sind auch zwei Stellen etwas perforiert.
 Die Kiste für den Strahlemann füllt sich langsam.
Die vorderen Kotflügel: Der Rechte ist vom TL-Jörg. Hing bei ihm Jahrzehnte im Schuppen. Nun darf er wieder an die frische Luft
 Das hier soll mal wieder ein Motor werden. Die Demontage steht noch diese Woche an.
 Ebenso wie die Türen zum Ausschlachten der Innereien lagert er in der Pommes-Garage.
 Pommes schläft ;-)
Zwei Garagen weiter geht die Sonne auf. Also eigentlich geht sie gerade unter. Aber egal. Leuchtet schön.
 Vom Fahren träumen....
 Und im Keller lauert noch viel Putzarbeit:

 Übrigens war heute im Baumarkt 20 % auf alles. Da habe ich erstmal Farbe gekauft.
 Diese tollen Dosen waren allerdings beim Phantom mit dabei: 5 Liter Pastellweiß!!!!
Ende für heute. Morgen gehts gemächlich weiter. Schön, wenn man mal ein wenig frei hat :-D

Sonntag, 15. Februar 2015

Das Phantom: Mach Sitz!

Gestern war ich mal wieder in den Doc Schrott'schen Hallen-Universen unterwegs, um Kleinteile für das Phantom zusammen zu suchen. Leider sind die Kisten, in denen die originalen Teile vor ca. 12 bis 15 Jahren gewandert sind, nicht mehr auffindbar. Also ist Sisyphusarbeit angesagt. Bisschen was ist wieder dabei gekommen. Den Rest, der noch fehlt, werde ich anderswo beschaffen:
Nun hatte ich auch alle Teile für die Innenausstattung zusammen: Also die zweite Rückenlehne von diesem Sitz...
... seeeeeeehr gut abgehangene Sitzpolster der Vordersitze in blauem Stoff (zumindest war der mal blau.) plus die Konsolen zweier Vordersitze, die ich ja schon vor einiger Zeit wegen der breiten Kopfstützenpolster gekauft habe.
Dann mal los! Sitze abziehen, mit Filz umwickeln, wieder auf den Federkern setzen...
Ja, man hätte die Federn entrosten und neu lackieren können. :-/ Aber sowas zahlt einem später niemand.
 Das Ergebnis zählt: So sieht das gut aus, oder?
 Und Nummer 2:
 Dann die zweite Rückenlehne beziehen und das beste aus der doch mäßigen Passform der TMI-Bezüge herausholen. Aber mit den Knöpfen an der richtigen Stelle ging das so einigermaßen. Die Knöpfe genau an die richtigen Stellen zu kriegen war ne elende Fummelei! Eine alte Hutnadel hat mir dabei gute Dienste geleistet. Fotos gibts nicht, ich brauchte beide Hände und volle Konzentration:
Ich bin zufrieden. Aber als Fazit zu TMI bleibt zu sagen: Wer RICHTIG gute Qualität will, der sollte sich einen Polsterer suchen, der es drauf hat. Dafür ist TMI wesentlich günstiger.
Die Sitzkonsolen hatte ich noch eben ein wenig lackiert:
Nun kann der Sonntagabend kommen! Ich habe fertig.
Morgen geht's weiter. Nix Helau oder Alaaf. Hier wird geschraubt!

Dienstag, 10. Februar 2015

Das Phantom ist da!

Heute war der Tag! Heute haben wir die Limousine ausgegraben! Gestern hatte der Doc schon angefangen, und eine Wand in der Halle rausgerissen. So dauerte es nur etwa zwei Stunden, bis wir den 68er aus der Ecke hatten, in der er seit gut zehn Jahren stand:
 Bei Beginn hatte es so ausgesehen:
Da war dann schon mehr frei, allerdings ragten die Achsen ins Bild, weshalb wir erst noch mehr wegräumen mussten – und auch ein Stück hölzerne Wand durfte noch weichen...
Im Hintergrund kann man noch schön den Ausschnitt in der weißen Wand sehen. Aber dann war es soweit: Das Phantom tapst ins Tageslicht.
Der Doc hatte den Wagen seinerzeit teilweise strahlen lassen, komplett geschweißt und damit begonnen, ihn zum Lackieren vorzubereiten. Dann wurden andere Dinge wichtiger. Der Wagen verschwand.
Bilanz jetzt: Bis auf die kleinen Anrostungen an den vor zehn Jahren blank gemachten Stellen ist der Wagen komplett in Ordnung!!! Und zudem sehr solide geschweißt. Nix zu meckern. Auch der Umbau auf Schräglenker (also das damit verbundenen Einschweißen von Motorhaltern und das Entfernen der Drehmomentstütze) ist bereits geschehen.
 Sieht schlimmer aus, als es ist...
 Staub der Jahre.
 Aufladen!

Ab in jene Garage, an jenen Platz, der auch für Pommes zum Neubeginn wurde.
Und auch dieser Kotflügel hat keine Durchrostungen. Der geht, wie alle anderen Anbauteile auch, zum Tauchbadentlacken und Entrosten.
Der Name steht also nun fest: Das Phantom. Passend für ein Projekt mit seltsamen Start: Schon am Teile zusammenstellen und Innenausstattung machen, aber noch kein Auto da haben. Aber nun ist die Limousine da. Morgen Bestandsaufnahme. Ab übermorgen dann große Teileverschickungsaktion nach Bönen zu Syre, zum lieben Jens nach Solingen (weiß er noch gar nix von - hihi) und nach Dortmund zu einem Menschen, mit feinem Händchen für Motoren. Dann kann ich mich nämlich ums Vorbereiten zum Lackieren und weiteren Mist kümmern. Es geht wieder los!