Dienstag, 18. August 2009

Projekt Pommes: Hymne

Beim Schrauben dudelt das Radio. Natürlich Eins Live. Rusted from the rain wird ab Tag 2 zu unserer Hymne. Allerdings werde ich das Lied umdichten müssen in "Verpfuscht by the Vorbesitzer". Passt besser. Der zweite Tag beginnt in einer aufgeräumten Garage.

Das hier ist die Stelle auf dem Radksten hinten rechts, die "so komisch aussah". Da war nicht nur von unten ein Blech drüber, sondern auch eines von oben. Und damit die Rundung stimmt, wurde alles schön eingeschnitten, übereinander gelegt, verbraten und schön übergespachtelt.

Okay. Und das übliche: Ein Schweller voll mit schönen Oxidantien oder so...

Das war im Wesentlichen der Tag. Rostnester rausflexen, U-Schutz und Spachtel abkratzen, wegföhnen oder wegschleifen und alles am Abend zusammenfegen. Pommes nimmt ab. Ein Vari im Leichtbau. Langsam wird klar: Unterhalb der Fensterkante bleiben - wenn es gut läuft - 60 % des Bleches bestehen. Der Rest ist Kernschrott.

Montag, 17. August 2009

Projekt Pommes: Knusprig und gut durch

Mein guter Freund Doc Schrott hatte mir aus persönlichen Gründen am Donnerstagabend davor für das Typ 3 Europatreffen abgesagt. Da wollten wir gemeinsam hin. Ich fand das sehr schade und disponierte kurzfristig um. Freitagmittag fuhr ich so nach Spa und hatte Spaß. Doc Schrott hatte wohl irgendwie ein schlechtes Gewissen. Na jedenfalls legte er schon mal allein los an Pommes. Als ich am Sonntagnachmittag zurückkam sah der Wagen so aus:
Ich schritt zur Bestandsaufnahme. Doc Schrott hatte mich schon mit den Worten begrüßt, dass es eine gute und eine schlechte Nachricht gäbe: 1. die Technik wäre besser als angenommen (Bremsen gängig, Trommeln, Sättel und vordere Scheiben neu, Stoßdämpfer neu), 2. Die Karosserie allerdings sei... nun ja, eben wie Pommes so sind: knusprig und gut durch. Preisfrage: Wo am Auto ist das hier?
Lösung: Lüfterkasten hinten rechts. Schön von unten vom Radkasten her über den Rost gebraten und PU-Schaum zum Rostschutz eingebracht. Vielen Dank auch!
Das hier wussten wir schon. Aber so einen Innenschweller hätte ich für eine gewisse Zeit akzeptiert.
Bei dieser Stufe war klar: Sie müsste ersetzt werden. Das war eine geplante Arbeit. Dumm nur: Auch rundum war nicht mehr viel Brauchbares.
Lösung: Radikalersatz. Das hier ist ein Treppenblech aus einem 73er TL, den Doc Schrott vor Jahren mal schlachten musste.
An dem Treppenblech hing noch ein wenig mehr dran. Für die rechte Seite war unglaublicher Ersatz vorhanden: Treppenblech, kompletter Schweller, S-Blech und Säulenansätze in passablem Zustand. Rechts war nicht ganz so viel vorhanden und in schlechterem Zustand. Wir würden dennoch jedem Quadratzentimeter bitter nötig brauchen.
Fußnote am Rande: Die Elektrik ist auch mal so richtig Fratze.
Und einen größeren Lautsprecherausschnitt gibt es auch. Im Grunde erhält ein Typ 3 über das Armaturenbrett Stabilität. Wir werden das also wieder herrichten, auch wenn es keiner sieht.
Das große Blech mit PU-Schaum entstammt dem rechten hinteren Radhaus. Es war großflächig auch über gesunde Blechpartien gebraten worden. Immer schön an der Nahtstelle von Innen- und Außenradhaus entlang. Durch den wundervollen Schaum war anschließend das noch gesunde Blech natürlich auch dem Rost geweiht.
Da sieht man das die abpräparierte Region und den bereits abgenommen Außenradkasten, der so verrostet ist, dass wir noch Ersatz suchen. Also wer was weiß...
Verstärkung links auf dem Außenradkasten.
Und die Region darunter. Im unteren Bereich komplett durch.
Freiheit für den Motor! Schafft Fenster nach außen! Im Hintergrund zu sehen: Haselnusssträucher im elterlichen Garten.
Nach links ist die Durchrostung an der gleichen Stelle links. Noch nicht so schlimm - aber das sollte auch noch besser werden ;-).
Das ist der rechte Innenradkasten zum Kofferraum hin. Sieht irgendwie komisch aus, oder? Noch konnten sich Doc Schrott und ich das noch nicht so ganz erklären. Aber wir stehen ja auch erst am Anfang ereignisreicher Tage.
Weitere Löcher überall. Das ist kein Auto, das ist ein Golfplatz.
Werkzeug! Mein unumstrittener Liebling: Die gehärtete Bohrkrone zum Schweißpunkte auffräsen. Das Teil nimmt ordentlich was weg. Und sobald Roststaub auftaucht, weiß man, dass man zwischen den Blechen ist.

Okay. Das war Tag 1. Das macht doch Hoffnung, oder? Aber was soll ich sagen: Das ist noch nicht alles. So stay tuned.

Sonntag, 16. August 2009

Projekt Pommes: Urlaubstagebuch

Ihr erinnert Euch an Pommes? Diesen unschuldig dreinblickenden VW 1600 Variant, den ich kürzlich käuflich erworben habe? Schön! Vor gut zwei Wochen habe ich hier gepostet, dass ich den Lütten in meinem Jahresurlaub wieder fit machen möchte für die Straße. Der Jahresurlaub ist nun um, Internet habe ich somit auch wieder. Also kann ich hier ab sofort wieder fleißig posten. Ab morgen möchte ich Euch jeden Schraubertag in einigen Bildern und kurzen Filmchen zeigen. Sozusagen der Schrauberurlaub im Rückblick.

Dazwischen kommen dann immer mal wieder Bilder aus Spa vonne Bug Show und solche aus Cux vom RTTS 3. Wie Douglas schon richtig bemerkt hat, war ich in Spa und nicht in Kiel auf dem Typ 3 Europatreffen. Wie es dazu kam? Lest Ihr auch in den kommenden Tagen hier. Ich muss jetzt erst mal auspacken und die trockenen Pflanzen vonne Festerbank fegen. Blöde Erfindung, dieses Blumen gießen...

Gruß aus MUC,

Thorsten

Sonntag, 12. Juli 2009

Projekt Pommes: Erste Ergebnisse

Für mich hat das WE mal wieder auf Der Autobahn stattgefunden. Mal eben von München hoch nach Bergkamen blasten. Hat sich aber gelohnt, denn dieser hochbeinige Gefährte hier ist an diesem Wochenende umgezogen: Aus Carstens Schrauberhalle heim in die Garage, in der er nun in meinem Urlaub (wenn ich denn welchen kriege...) hergerichtet wird.
Carsten hält Händchen, während Pommes zum ersten Mal seit zehn Jahren das Tageslicht erblickt. Vorsichtig tasten sich die Reifen über die Torschwelle...
Geschafft! Grinsend steht der Lütte auf dem Hof vor der Scheune. Hat gar nicht weh getan.
Die Stoßstangen sind schon mal abgebaut. Damit sich Camelot nicht den Kopf stößt, wenn er drunter durch läuft. Alter, was ist die Karre hoch!
Huckepack! Ohne Motor und Getriebe wiegt die Karre nix. Die kann man mit dem kleinen Finger auf den Anhänger schieben.
Fahrt von Heil nach Overberge. Zum ersten Mal seit zehn Jahre spürt Pommes wieder mal Fahrtwind im Gesicht.
Daheim warten schon fünf Freunde. Eicke hat schön lackiert, Reifen aufgezogen und alle Gewichte innen geklebt, damit nichts den Look stört.
Den Motor habe ich auch vom Spindeln abgeholt. Wilfried meinte allerdings, dass ich wohl eine +2-Nocke brauche. Das ist blöde, weil meine Nocke 0 ist. Aber da findet sich schon noch ne Lösung.
Die Lagergasse ist jetzt 0,50 gebohrt. Wenn Carsten die Köpfe rausgesucht hat, geht's ab zu FKD-Tuning. Dann wird der Block gesteckt. Die Anbauteile sind schon fast alle fertig oder in Arbeit. Es geht voran!

Mittwoch, 24. Juni 2009

Projekt Pommes: Feine Teile

Was sie hier sehen ist ein Grant-Lenkrad vom Bugwelder. Günstig und gut. Fasst sich gut an. Das kommt dann in Pommes rein, wenn er fertig ist. Und die Empi-Ventshades und die NOS Kamei-Ablage auch. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wenn es nur schon so weit wäre. Aber der Urlaub ist noch 'n Stück hin. Dann kann ich loslegen! Der Motorblock ist verwendbar. Das weiß ich inzwischen. Wilfried Wittkuhn spindelt ihn auf erstes Übermaß. Obwohl es ein Austauschblock ist, ist er noch nie gespindelt worden. Glück gehabt...

Sonntag, 14. Juni 2009

Projekt Pommes: Nächste Schritte

Nach dem Eiertanz um die Pedrinis hatte ich mich entschlossen, das Thema Felgen abzuschließen. Egal wie. Es traf sich, dass in Erftstadt ein Satz Lemmerz Sprints zur Veräußerung anstand. Also bin ich Mittwoch Nacht Richtung Pott gekachelt und am Donnerstag (Feiertag) ins Rheinland getingelt, um die Felgen zu einem vertretbaren Kurs zu kaufen. Bei Pommes war ja noch eine einzelne Lemmerz mit dabei. Also habe ich jetzt fünf. Alle 5,5 x 15 ET 26.
Auf der Rückfahrt von Erfstadt bin ich dann gleich noch in Essen rum und habe den Block zum Spindeln gebracht. Ein Freund bringt ihn am Montag zu Wittkuhn. Drückt mal die Daumen, dass da noch was geht mit dem Übermaß...

Am Freitag dann wanderten die Felgen direkt zum Lackierer. In vier Wochen soll alles lackiert sein. Bin gespannt.

Dann kamen nur noch Kleinigkeiten dieses Wochenende. Rückfahrscheinwerfer aufpolieren zum Beispiel. Danke noch mal an dieser Stelle an COE-Sven der sie mir für'n Zehner gelassen hat ;-). Jetzt muss ich nur noch die abgesägte Schraube ersetzen. Ist aber kein Problem. Ich kenne da wen, der hat sowas rumfliegen...



Oder Sitze reinigen. Scheiße waren die versaut! Und die Konsolen waren teilweise mit grüner Farbe beschmiert. Habe ich dann mal eben mit Mattschwarz aus der Dose wieder in Ordnung gebracht. Sieht man kaum. Die Sitze sind übrigens mal wieder USA/Kanada-Spezial mit besonders breiter Kopfstütze. Hübsch? Nicht wirklich. Aber sie gehören dazu und kommen auch rein!
Beifahrersitz im Ur-Zustand, Fahrersitz schon mal grob vorgereinigt (oben).
Und unten das Ergebnis:

Was sich alles so findet! Diese gestrahlte Motorverblechung räume ich jetzt schon seit Jahren von A nach B. Endlich kommt sie zum Einsatz. Fehlt nur noch die Verkleidung für die Ölkühlerseite. Die ist bei diesem Satz zwecks externem Ölkühler zerschnitten. Da muss ich noch eine beim Röden auftreiben, denn das Ding von Pommes ist für Einspritzer und hat deshalb ein Loch zu viel.

Nabenkappen waren bei den Felgen mit bei dabei. Mal poliert. Nicht mehr die Schönsten, aber geht erstmal.
Das Foto hier hat Ingo mal gemacht und mir gegeben. So hat Pommes seit zehn Jahren vor sich hin gedämmert. Aber nun ist sein Comeback auf die Straße nahe! Viele Teile sind da, Einiges wird noch geordert. Die wichtigsten Aufträge sind vergeben und laufen. Motivation auf 100 Prozent. Läuft!
Und an den Z-Män: Hab Dank für die Inspiration. Mal sehen, was aus Pommes so Style-mäßig wird. Aber erst mal ist wichtig, dass er überhaupt wieder was wird. Grüße an alle!

Samstag, 13. Juni 2009

Der elbrigsche VariKarri.

Hier sehen wir was passiert, wenn Typ3selecta
meets Germanrumexperentierfreudigkeit für
Kumpels im Kistenaufbau passiert.
Von mir eine freie Interpretation von
"Lowbudget Restolook".
Kann Geschmack den Sünde sein.....
NEIN!!!
Thorsten gab mir gestern eine kleine Vorschau seiner
Typ3 Logistik, die in naher Zeit in dieses Fahrzeug
verlegt wird. Sehr stilbewußte Auswahl,
soviel dazu schonmal.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Projekt Pommes: Suche Pedrinis


Die Sache mit den Felgen ist ein Trauerspiel. Die Lemmerz Sprints in 5,5 x 15, die zum Wagen gehörten, sind verschwunden. Der Satz Pedrinis, den ich bekommen sollte, steht jetzt doch nicht mehr zum Verkauf, weil der Verkäufer bloß 13 Stück davon hat. Also: Wenn jemand was weiß oder hört: Bitte bei mir melden!

strassenraeubers(ätt)polizisten-duzer.de

Sollte ein kompletter Satz sein. Möglichst rund. Möglichst aufarbeitbar. Styling-Version egal. Hauptsache einheitlich. Oben die Version mit Stegen an der Felgenschüssel endent, darunter die mit "Absatz" der Stege zum Felgenhorn hin. Angeblich gibt es noch Unterschiede für Trommel- und Scheibenbremse. Aber ehrlich gesagt kenne ich die nicht (peinlich genug...). Es sollte folgende Teilenummer draufstehen: 914 361 013 01.

Grüße aus München

NACHTRAG: Wer andere schicke Felgen zum Verkauf hat oder weiß: Bitte ebenfalls Hinweise an mich. Finde die Peds zwar wunderschön, aber könnte auch mit einer anderen Felge leben.

Im 1. Kommentar erklärt Ralfi übrigens die Sache mit dem Unterschied zw. Trommel- und Scheibenbrems-Pedrinis. Lesen lohnt sich!

Projekt Pommes: Kick Off Event

Nachdem Christines und COE-Svens kurzer Vari auf der Straße ist und dem Typ 3-Kai Seiner auch, muss ich ja mit meinem auch endlich mal starten. Schließlich soll auch mein Rot-Weißer noch in diesem Jahr wieder rollen - aus eigener Kraft.
Also haben der allseits bekannte Rocker Röden und ich vergangenen Samstag losgelegt. Der Plan: Motor und Getriebe rausreißen, Motor komplett zerlegen, reinigen, überprüfen.

Doch der Weg zu Carstens Halle in Heil führte mal wieder über Cappenberg. Blaues Zeugs kaufen bei Oma Maria:
Ironie: Im selben Haus und derselben Familie gibt es einen Anwalt. Der wehrt wahrscheinlich die Klagen der Promille-Opfer ab.
Der Schnaps würde am Abend noch wichtig werden. Doch dazu später. Erstmal öffnete der Rocker die Hallentür. Stolz präsentierte er mir Pommes: "Ich hab ihn für Dich gewaschen!" Sieht doch gleich viel besser aus. Schon ein Schatz, der Röden...
Da sach noch einer, der Röden kann sich nicht schnell bewegen. Huschhusch! Wir kamen super schnell voran.
Carsten schraubte von oben...
...ich eher von unten, weil Carsten doch Rücken hat und mit seinem Bauch auch unter einen normal hohen Typ 3 kaum drunterpasst...
Bierchen zwischendrin. Laune hebt sich: Keine Schraube fest, keine bösen Überraschungen. Oder doch?
The number of the beast. Ein U-Motor, eigentlich müsste ein X-Motor (Einspritzer Kanada/USA) drin sein. Rätsels Lösung: Das Austauschzeichen vor der Nummer. Also ein deutscher Einspritz-Block.
Riss im Leichtmetall-Lüftergehäuse. Macht nix. Hat der Röden zu Dutzenden rumliegen.
Und raus isser. Wir hatten schon im Auto so viel wie möglich abgebaut, damit es hinterher leichter wird. Die 46er Verschraubungen am Auspuff erwiesen sich aber als absolut zahm. Glück gehabt.
Aber dann: Was sie hier sehen, ist ein Nockenwellenrad mit Karies. Ende Gelände! Aber eine Nockenwelle habe ich noch neu rumfliegen, allerdings die neue Version mit vier Nieten am Nockenwellenrad mit tiefer Schüsselung. Also brauche ich eine neue Ölpumpe. Der Block an sich ist zum Glück "Null" gebohrt. Allerdings sehen die Lagersitze der Kurbelwelle mitgenommen aus. Da muss neu gespindelt werden. Da es aber schon ein Austauschblock ist, muss man mal abwarten, ob das dritte Übermaß noch ausreicht. Könnte sein, dass der Block nicht mehr taugt. Jedenfalls bin ich froh, dass wir die Machine gesprengt haben. Die hätte zum Fahren nicht mehr lange Spaß gemacht. Nun wird sich die Weltfirma "FKD-Tuning" des Flachboxers annehmen. Franz freut sich schon drauf, sagt er...
So sieht der Vari jetzt aus. Ganz schön hoch, die Kiste...
Aber das Pensum haben wir geschafft. Motor und Getriebe raus, Motor grob vorgereinigt, alles sortiert und geprüft, Gehäuse schon penibel sauber.

Abends dann machte die Band im Probenraum neben Carsten Halle noch Konzert. Ska. Die nennen sich "Awesome Scampis". War klasse. Und hier brachte dann auch der Rocker den Blauen unter die Jugend. Immer wieder kamen mir arme Gestalten entgegen. In der einen Hand ein Pinnchen, in dass sie ähnlich wie Kai und Sven in Geeste guckten (watt habt ihr da eigentlich gesoffen, Jungens), in der anderen Hand eine Zigarre, die sie versuchten dezent loszuwerden. Bis gegen zwei Uhr dauerte das Kick Off Event. Dann war bei Carsten Schicht. Rückmarsch. 

Mehr über Pommes demnächst hier. Also dranbleiben!