Montag, 27. September 2010

Projekt Pommes: Lack und Fett

Vorletztes Wochenende war ich beim Lacker meines Vertrauens, der sich zwischenzeitlich der Anbauteile angenommen hatte:
Viele kleine Teile. Alle schön königsrot, glänzend, praktisch ohne Staubeinschlüsse, kein Läufer, aber überall satt Farbe. Das begeistert:
Mal ohne Blitz und Licht. So dunkel kann rot sein!
In den Türen spiegelt sich der Partykeller. Feinste, ganz kleine Beulchen sind geblieben. Drei an der Zahl, aber erstens sieht die später eh keiner und zweitens darf der Vari ruhig zeigen, dass er ein Oldtimer ist:
Nun zu den unerfreulicheren Dingen. Fettentfernung. Hier schon im fortgeschrittenen Stadium. Zur Methode habe ich zwei kurze Erklärfilmchen gedreht, siehe unten im Eintrag. Und ja, ich habe mir drei kleine Macken reingekloppt *grummel*.
Zwei Rollen Küchenpapier später: Das linke Heizungsrohr ist fettfrei, meine Hände vom heißen Wachs feuerrot und zudem der Zeigefinger schön tief vom originalen VW-Innenschweller eingeschnitten. Aber das Auto ist ja rot. Da fällt Blut nicht so auf.
Das hat vielleicht getropft! Also das Fett...
Diesen Fettklumpen und noch viel mehr in flüssiger Form habe ich durch das Heizungsgitter mit den Fingern rausgeholt.
Aber das Ergebnis stimmt! Heizkanal Nummer eins ist fettfrei!

Und das erwartet mich dann noch auf der Beifahrerseite. Aber nun weiß ich ja, wie es geht.
Ach ja: Die geschenkten Felgen sind inzwischen auch gestrahlt und grundiert :-)))))
Nun noch die Filmchen. Und ja: Ich klinge glaube ich etwas genervt...

Samstag, 11. September 2010

Projekt Pommes: Ein feiner Zug!

Heute morgen habe ich mich mit Eugen aus Salzburg getroffen. Er hatte noch 4,5 x 15er Lemmerz Sprints liegen. Die will ich ja mal probehalber und für Treffen mit 155/65ern oder so auf den Vari schmeißen. Gefragt, was er dafür haben will, sagte der gute Mann: "Nix. Nimm mit." Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte! Außer: DANKE EUGEN!

Schickes WE noch da draußen!

Freitag, 10. September 2010

Darf ich vorstellen? Messager La Vagabonde


Dabei handelt es sich um einen Klappwohnwagen französischer Fertigung mit frischem TÜV und allem, was so dazugehört. Das schmucke Teil wird künftig an einer frisch gepulverten AHK hinter einem rot-weißen Variant zu Treffen bewegt werden. 520 Kilo, auflaufgebremst, Luftwiderstand unter "Ferner liefen". Das geht doch schon mal. Nun muss vom Zugfazzeuch nur noch das Bitumenzeugs ab und das Fett raus :-(. Hab ich da einen Bock zu....

Übrigens: Der TL davor hat mal mir gehört. Der jetzige Besitzer jenes TLs hat den Wohnwagen an mich verkauft. Die Welt ist klein...

Mittwoch, 8. September 2010

Projekt Pommes: Aufwärts!

Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Tag am nächsten! Just gestern trafen verschiedene Dinge ein. Einmal die Pedalgummis (gut, jetzt nicht so der Brüller...), dann noch die Aufkleber, die Mario/DKT herangeschafft hat und die Geburtsurkunde der wohl derzeit fettigsten Pommes der Welt. Am 9.12.1968 hat er das Licht des Fließbandes erblickt. Am 9.12.2010 wird der Mist, den der "Experte" an ihm verbockt hat, Geschichte sein! Das ist das Ziel.

Ach übrigens: Auf der Urkunde des Museums findet sich eine ganz erstaunliche Unterschrift. Die Älteren unter uns werden sich noch an Roland erinnern:
Ob die alte Urkunden aufbrauchen? Oder habe ich da was verpasst?

Montag, 6. September 2010

Projekt Pommes: Ein herber Rückschlag

Der letzte Stand war, dass mein Vari beim Hohlraumversiegler ankam. Dass er mit einem Lackschaden zurückkommt, ist zwar ärgerlich, aber das wäre noch relativ leicht behebbar.
Aber dass wir eine Unterbodenversiegelung mit Bitumenmasse vereinbart haben, das war mir neu.
Auch vorne schön den hochglänzenden Lack zugepampt. 80er Style, würde ich sagen. Klar, dafür haben wir auch Monate lang alle Bleche auf Stoß eingeschweißt und verschliffen. Es wird eine Sch... Arbeit, das wieder runter zu kriegen. Immerhin gibt es schon eine schonende Idee. Als ich es in der Nacht von Freitag auf Samstag sah, hätte ich kotzen können.
Aber es kommt noch viiiiiiiel besser. Hohlraumversiegeln. Eine tolle Sache. Besonders wenn die Heizungsrohre VON INNEN versiegelt wird. Herzlichen Glückwunsch! Die Heizung werde ich so nie betreiben können. Wie ich das wieder da raus kriege? Keinen Plan. Ideen werden gern entgegen genommen.
Auch in den Lufttaschen macht das nur bedingt Sinn mit dem Fett, denn nun kann Dreck, der oben durch die Schlitze hinein fällt, nicht mit Wasser heraus gespült werden. Es pappt sofort im Fett fest.
Auch hier verstehe ich nicht, was das Mike Sanders-Fett soll. Das ist direkter Spritzbereich und über dem Auspuff. Mike Sanders-Fett ist brennbar. Hier ist mir so ein Fett viel zu heikel. Aber es geht noch weiter.
Fett im Motorraum???????? Was soll das da? Ich weiß es nicht. Hier wird es heiß, das Fett kann nur gemeinsam mit dem aufwirbelnden Schmutz der Straße Unheil anrichten.
Dafür sind andere Hohlräume (S-Bleche, Säulen ab der Gürtellinie) nicht versiegelt. Es wurde nichts gebohrt. Manche Hohlräume erreicht am aber nur mit Bohren. Im Nachhinein bin ich glücklich darüber, denn wer weiß, was beim Bohren noch alles passiert wäre.

Ich habe den Experten noch nicht angerufen. Ich kann das auch erst mal nicht, denn bei meinem Frust würde ich nur ausfallend, fürchte ich. Diese Aktion schmeißt mich um Wochen zurück. Acht Kilo Fett kleben am Wagen, davon mal sicherlich fünf Kilo an völlig falschen Stellen. Auch unter den hinteren Kotflügeln ist bis zu 4 mm Fett zu finden. Auch hier wäre Unterbodenwachs Mittel der Wahl gewesen. Der absolute Wahnsinn! Ich kann das alles immer noch nicht begreifen, aber da es ja ohne Auftrag und Rechnung geschehen ist, kann ich nichts machen. Aber eins weiß ich: DAS hätte ich auch noch hingekriegt.

Im Grunde kann man die gesamte Karosserie nur noch chemisch entlacken lassen. Und dann alles von vorn. Aber dafür fehlt mir das nötige Kleingeld. Jetzt ist Handarbeit gefordert. Und Ideen. Und eventuell noch ein paar Chemikalien, Empfehlungen habe ich. Aber inzwischen bin ich bei Empfehlungen wieder vorsichtiger geworden. Sandstrahler und Lackierer waren top und auf Empfehlung. Der Flop musste ja mal kommen. Da ist er also nun.

Dienstag, 24. August 2010

Projekt Pommes: Fertig!

NICHT!
Aber einen Moment lang auf dem RTTS4 dachte ich echt, ich sehe mein eigenes Auto vorbei fahren. Okay: zu hoch, komischer Dachgepäckträger, und auch ein paar andere Details stimmen nicht. Aber die Farben kommen schon mal hin. Aber bis mein Vari so weit ist, muss noch einiges geschehen. Deshalb bin ich am Freitag zu Mario/DKT gefahren und habe weitere Teile geholt:
Von dort weiter in den Pott, um dann am Samstag (Z-Män sachte es ja schon) mit dem Doc Hinterachsen zu zerlegen. Es ging um Variant-Torsionsstäbe, die ich noch brauchte. And here we are:
Am Sonntag morgen habe ich ich dann (nach geschwänzter Scheunenparty, weil ich stumpf eingeschlafen bin) mal ein wenig gepuzzelt. So ein Vari hat ja nicht viele glänzende Teile, aber auf einem Haufen isset schon beeindruckend. Zumal wenn das meiste davon NOS ist:
Am Sonntagnachmittag ging es dann über Wendelstein zurück nach München. Beim Meister Eder habe ich einige Kleinteile abgeliefert und habe mir seine Stufe angeschaut - mal wieder. Die Spaltmaße sind immer noch ein großes Thema, aber es geht voran!
Die Schweißstellen kenne ich noch gut von meiner Karre! Sebastian schweißt mit äußerster Sorgfalt. Schon echt der Hammer!
Eventuell steht er unter Hypnose? Denn da wo die Teile zu seinem Fazzeuch lagern, lagert auch noch anderes .... öhm ... Kulturgut.
Bis die Tage!

Dienstag, 3. August 2010

Projekt Pommes: Aprilfrisch

Nachdem ja alle sagen, dass Weichspüler alte Gummiteile wieder schön geschmeidig macht, versuche ich das jetzt auch mal. Der örtliche Supermarkt hatte da ein Sonderangebot. Ich sage Euch: Man wird komisch angeguckt, wenn man in voller Schraubermontur mit vier Flaschen Weichspüler an der Kasse steht...

Sonntag, 1. August 2010

Projekt Pommes: Endlich wieder rot und weiß

Auf den Tag genau vor einem Jahr begann die Restaurierung von Pommes. Mehr als einmal wollte ich ihn wegschmeißen, denn der Rost war einfach nur schlimm. Bis zu einem halben Meter hoch haben wir Blech herausgetrennt. Etwa ein Drittel der Rohkarosse musste ersetzt werden. Eigentlich Wahnsinn....

Der Wahnsinn hat nun neuen Lack! Am Samstag haben der Doc und ich ihn vom Lackierer in Unna abgeholt und zum XXX nach XXX gebracht. Dort bekommt er nun Mike Sander's Wachs. XXX schätzt den Bedarf an Wachs auf rund sechs Kilo.
Abgeholt und weggebracht. Nur ein kurzes Treffen zwischen mir und dem Vari. Aber ich habe die Zeit genutzt und ein paar Fotos gemacht:








Noch Fragen? Ich bin richtig glücklich, dass das alles so gut geworden ist. Türen, Kotflügel und Heckhaube sowie Kleinteile hole ich bald ebenfalls ab. Dann beginnt der Zusammenbau. Bald wieder mehr hier :-))))))

Mittwoch, 28. Juli 2010

Projekt Pommes: Literatur, Lack und lästige Reste

Spa wäre schön gewesen, aber ich konnte nicht so Urlaub nehmen wie ich wollte. Ich machte aus der Not eine Tugend und machte mich wieder an den Vari. Zunächst besuchte ich meinen Lackierer. Da gab es ein erstes schönes Ergebnis zu sehen:
Das Rot ist soooooooo geil! Inzwischen ist der ganze Wagen lackiert. Der Doc war da und hat mir eben begeistert am Telefon berichtet.
Auf ebay habe ich dann auch noch was Schönes entdeckt: Einen Reparaturleitfaden auf Microfiche. Alle neun Filme in gutem Zustand in Original-Ordner und alle 33 Schaltpläne für die Typen 1, 2, 3, 4 und 48 (K70). Gleich mal auf dem Lesegerät ausprobiert. Geil! Vor allen Dingen mit allen Ergänzungen bis 1980!
Auch das gab's auf ebay: Neue Universal-Sicherheitsgurte mit Peitschen in VW-typischer Länge zum halben Neupreis. Tjoa. Da habe ich zugeschlagen....
Nun zu den lästigen Resten: Wischermotor gesäubert, Wellen geschmiert, Wischerarme lackiert...
Pedalerie lackiert, Fensterführungen auch, Fensterheber und Schlossfallen von altem Fett befreit und neu abgeschmiert...
Alle möglichen Teile schwarz lackiert, wie etwa die Hinterachse, Rammbügel, Stoßstangenhalter....
Dann alle möglichen Kunststoffteile sauber gemacht, wie etwa Wischwassertank, Lüftungs- und Heizungsteile, Bremsflüssigkeitsbehälter...
Den Schriftzug so gut wie möglich aufgearbeitet. Die sind leider recht selten und deshalb lohnte da die Aufarbeitung. Dazu noch den "Export-Strich"...
Na? Was ist das? Klar: Nummernschildbeleuchtung. Habe ich mal silber gemacht. Original ist elfenbein angesagt...
Dank an Jürgen aus Kiel! Der hat mir u. a. die Sonnenblendenhalter gechickt. Sauber gemacht. Fertig.
Schlossfallen auch noch ein wenig poliert. Man hat ja sonst nix zu tun...
Das also ist passiert, während die ganzen anderen Räubers und die versammelte VW-Familie in Spa Spaß hatte. Aber kommendes Jahr bin ich auch wieder mit dabei. Mit dem Vari. Samstag hole ich ihn vom Lacker und bringe ihn zum Hohlraumkonservierer. Fehlen nur noch ein paar Teile, auf die mich diverse Teilehändler so warten lassen ;-). Bald ist Zusammenbau angesagt. Aufzuarbeiten ist so gut wie nix mehr. Ein Tag Arbeit noch vielleicht. Es wird!