Montag, 21. April 2014

Zuwachs in der Garage: Der Hucki-Pucki

Es war einmal ein kleiner Anhänger. Er erblickte das Licht der Welt in Frankreich 1966 und wurde als Wolfbart "Erka-Wolf" nach Deutschland importiert. Hier hatte er ein sehr langes und hartes Leben. Ja sogar zum Hundetransporter war der Mini-Anhänger umgebaut worden. In bejammernswertem Zustand fand ihn der Doc irgendwann in den späten 80ern und rettete ihn. Er baute ihn nach seinem Geschmack um und fuhr damit auch einige Male auf Treffen. Der Anhänger lief immer munter und Gummiband gedämpft hinterher. 80 Kilo Leergewicht, 200 Kilo zulässiges Gesamtgewicht. Eigentlich eine bessere Schubkarre. Irgendwann waren andere Dinge wichtiger als der liebevoll "Hucki-Pucki" getaufte Anhänger. Er verschwand mehr und mehr unter Kartons und Kisten in einer dunklen Ecke des Schrauberimperiums vom Doc. Doch es gab da einen, der sich seiner erinnerte. Er hatte schon Pommes gebändigt. Ein Hucki-Pucki schreckte ihn da nicht. Und so schlug er dem Doc vor, dass er den Anhänger als Leihgabe übernähme, für den Unterhalt sorgen würde. Und wenn der Doc ihn mal brauchen würde, dann könne er ihn haben. Ansonsten dürfte der Anhänger friedlich neben Pommes parken und mit ihm in die Welt ziehen. Vielleicht mit Bierkisten oder ähnlich schönen Dingen beladen.

Aber vor das Ende dieses Märchens, also vor das "Und wenn sie nicht gestorben sind....", hat der Gott des Rostes die Arbeit gestellt. Und ich sage Euch, da rollte was auf mich zu!

Ich bekam den Hucki-Pucki in Teilen geliefert. Angerosteter Rahmen, ziemlich angelaufene Ladebordwände, der Boden aus mehreren Brettern schon entfernt aber mit Silikon verunziert und das lange Kabel von vorn nach hinten durchgescheuert. Das schlimmste aber war, dass alles, aber auch wirklich alles mit Silikon eingeklebt war. Herrgott nochmal! Bis man den Scheiß mal entfernt hat....


Die Heckklappe aus Alu ist ein Doc-Eigenprodukt und sollte erhalten werden. Man beachte die Typ-3-Variant-Nummernschildbeleuchtung!!!!!!
 Der Aufbau nach der Reinigung und an einer Stelle nachgeschweißt:
 Der Rahmen. Rostig und mit Silikon in allen Ecken. Keine schöne Arbeit...
 Eine der Achssschwingen nach der Neulackierung:
Heckklappe jetzt wie neu (lackiert und mit schöneren Rückstrahlern versehen, Elektrik geprüft), altes Kennzeichen reserviert ;-), eine der Schwingen, Ladebordwände poliert, Stirnwand lackiert, Bodenbretter gereinigt.
 Is doch wie gemalt, oder?
 Kennzeichenleuchte jetzt in Schwarz lackiert.
 Bodenbretter neu mit Acryl eingeklebt, Schwingen und die gereinigten Räder wieder montiert.
Dann war Schluss für heute. Spätestens kommendes Wochenende wird der Hucki-Pucki fertiggestellt. Dann heißt es auf zum TÜV und dann zum Straßenverkehrsamt, damit die Schubkarre auf Rädern auch wieder mal was zu sehen bekommt auf dem einen oder anderen Treffen.

4 Kommentare:

  1. Hallo Thorsten,
    ich bewundere die Hingabe, mit der du dich der Restauration des kleinen unscheibaren Anhängers widmest.
    Cool, was du da in deiner Garage zauberst, da bekomme ich richtig Lust, auch mal wieder mit so etwas anzufangen. Früher in DDR Zeiten war es ja ganz normal, altes wieder aufzuarbeiten (ich selbst war spezialisiert auf alte Leuchten jeder Art, die ich dann verkauft habe, aber auch auf Arbeit haben wir aus 3 defekten Teilen ein neues zusammengezimmert.
    Weiter so
    Viele Grüße
    Stefan

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  2. Hi Stefan,
    danke für den aufmunternden Kommentar! Aufarbeiten ist der richtige Weg. Fang einfach mit was an. ;-) Es frustet nur manchmal, meistens macht es Spaß. Inzwischen ist der Rahmen des kleinen Erka Wolf auch hohlraumversiegelt. Ich denke, im Mai bringe ich ihn zum TÜV und melde ihn an.
    Viele Grüße,

    Thorsten

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    1. Hallo Thorsten,
      du hast Recht - wenn man erst mal den inneren Schweinehund besiegt hat, geht es wie von selbst.
      Viele Grüße und viel Erfolg beim Fertigstellen und der TÜV Abnahme.
      Stefan

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  3. Hallo, wie bekommt man denn die Ladebordwände aus dem jeweiligen Metallrahmen? Die sind ja original aus Holz und das sieht bei meinem Restaurationsobjekt verschweisst oder zumindest vernietet aus (sind derzeit noch diverse Lackschichten drüber). Schöne Grüße Knut

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