Sonntag, 12. April 2015

Das Phantom: Erster Sonnenbrand des Jahres!

Ich habe den ersten Sonnenbrand in diesem Jahr! Und warum? Deshalb:


Und das kam so: Am Phantom musste noch einiges geschweißt werden:
1. eine C- und beide A-Säulen jeweils an den Festerrahmen
2. jeweils eine kleine Stelle an beiden vorderen Kotflügel
3. beide Türen - eine am Boden, die andere am Spiegelloch
4. beide hintere Kotflügel jeweils am Radlauf ganz hinten (alte Schraubenlöcher)
5. Halter für Bremsflüssigkeitsbehälter einsetzen
6. Frontmaske an ein paar kleinen Stellen.

Und dann war da noch der Straßenräubers-Pavillon, der an zwei Füßen seine Halter eingebüßt hatte. Auch die mussten angeschweißt werden.

Problem: Ich kann nicht schweißen. Also habe ich mich an Arnsberg-Andy vonne Räubers gewandt. Der hat ein Schweißgerät und die nötige Erklär-Geduld... und (wie ich finde) einen gewissen Wahnsinn in den Augen! Am Samstagmittag kam er an. Und blieb bis spät am Abend.


Am Räubers-Pavillon habe ich geübt. Wir haben mal alles so gelassen. Könnt ihr euch am 1. Mai angucken und lachen. :-D Aber immerhin: EINE richtig gute Naht hatte ich hinbekommen.

Mit wenig Strom und vielen guten Ratschlägen habe ich mich dann erst mal in den nicht sichtbaren Bereichen des Phantoms rumgetrieben. Auf das Einsetzen von Blechen habe ich verzichtet (noch), denn da kommt ja noch Filz und Kunstleder drüber:
Dann folgte irgendwann die beschissenste Stelle. Irgendein Idiot hatte wohl irgendwann mal an der Beifahrertür das Spiegelloch zugebraten. Nach dem Tauchbadentlacken und Entrosten sah das mal so richtig scheiße aus. Außerdem wollte ich ja auch wieder einen Spiegel montieren können. Kamerakind Andy und ich haben die nächsten Schritte festgehalten:



Es folgte der Blechzuschnitt, Festlegung des Loch-Ortes, Loch bohren, auffeilen und das Einschweißen eines Original-Gewindes samt Grundplatte, das ich aus einer anderen Tür operiert hatte und frisch gersandstrahlt vorlag.





Noch Fragen? Geht doch! Ich möchte nicht behaupten, dass ich jetzt schweißen kann. Aber immerhin – es hat gereicht.

Der Rest waren Fingerübungen:
 Rekord-Scheißgerät am späten Samstagabend.
 Helden der Arbeit.
 Grundierung trocknet.
Fertig!

Nun noch eine kleine Geschichte aus der Reihe: "Dramen am Rande". Stellt Euch vor, Ihr glaubt, an alles gedacht zu haben, was zur Arbeitsvorbereitung gehört. Ihr habt sogar den lieben Andy nochmals angerufen und gefragt, ob das Schweißapparat auf 380/400 Volt läuft oder 220/240. Stellt Euch vor, dass Andy sogar genügend Verlängerungskabel für 380 Volt-System hat, damit man von der alten Waschküche bis in die neue Garage gelangt. Und dann stellt Euch das Gesicht zweier Schrauber vor, die feststellen, dass der 380-Volt-Stecker einen etwas kleineren Durchmesser hat als die 380-Volt-Steckdose. Zwei große Fragezeichen. Anruf bei meinem guten Freund Jörg K., Elektriker von Beruf. Danach Gewissheit: Es gibt ZWEI Starkstromsysteme. Eines mit 16 Ampere abgesichert, eines mit 32 Ampere. Super. Das Kabel war ein 16er, die Dose natürlich eine 32er. Lösung? Nicht statthaft nach VDE, aber geht: In den Baumarkt fahren, einen 32er Stecker und ein 16er Verlängerungskabel holen, Stecker umschrauben, reinstecken, restliche Kabel anschließen, Schweißgerät einstöpseln – läuft. Zumindest solange, bis ein Kurzschluss auftritt. Denn dann ist das Zuleitungskabel die Sicherung. Deshalb sollte man sowas nicht machen. Aber das Gerät war ja in Ordnung. Dennoch: Elegant ist anders. Hat uns ne Stunde gekostet das Thema. Aber am Happy End konnte auch dieses Drama am Rande nix ändern.

DANKE ANDY!

1 Kommentar:

  1. Selbstverstümmelung bei der Arbeit.
    Damit kenne ich mich gut aus.
    Man muss den Kosten-Nutzen Faktor abwegen! Ich würde nicht jede Gliedmaße opfern.... Um die Karre wieder ans Laufen zubringen 😎
    Lieben Gruß und viel Spaß beim Wunden lecken
    Ralli

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